
Gaststätte mit eigenem Flair
Aus unserer Postmappe können wir wieder einige Zusendungen veröffentlichen.
Diethart Schulz teilte uns mit: „Das Gasthaus zum Goldenen Stern befand sich an der Berliner Straße/Ecke Lieberoser Straße und musste dem ehrgeizigen Wohnungsbauprogramm der SED in den 70er-Jahren weichen. Der „Stern“, so wurde die Gaststätte kurz genannt, gehörte damals zur HOG, der Handelsorganisation Gaststättenwesen. Es war eine so genannte Szenegaststätte, quasi sehen und gesehen werden mit seriöser Atmosphäre. Dort konnten auch Leute mit kleinem Geldbeutel ein Glas Bier für einen Preis zwischen 40 und 60 Pfennig bestellen. Als Ersatz für diese Gaststätte wurde dort im Zuge des komplexen Wohnungsbaus ein Plattenflachbau integriert. Doch der eigentliche Reiz ging damit verloren. Da half auch die Aufschrift „Goldener Stern“ und das Anbringen eines goldenen Sterns an der Stirnseite des Gebäudes nicht viel. Heute befindet sich in besagtem Gebäude das griechische Restaurant Mykonos.“
Karin Lehmann ergänzte dazu: „Die Gaststätte stand Ecke Lieberoser Straße und war von der Berliner Straße über ein paar Stufen zu erreichen. Das Haus wurde wegen des Neubaus der Wohnscheibe an der Karl-Marx-Straße mit neuer Gaststätte mit gleichem Namen abgerissen.“
Horst Klausch hat ganz persönliche Erinnerungen: „Diesmal handelt es sich um die Lösung C. Ich bedauere auch sehr den Verlust meines Stammplatzes am Aquarium sowie die gute Küche.“
Dieter Lehradt mailte: „Das waren noch Zeiten, als man hier für 2,40 DDR-Mark ein reichhaltiges Mittagessen bekam.“








