Zum Bild von Aufbau und Niedergang schrieb Wilfried Kschadow: „Das Foto zeigt die ehemalige Hilfsschule am Berliner Platz. Diese pädagogische Einrichtung befand sich nach dem Abriss des Hauses bis zu ihrer Auflösung nach der Wende in der Rostocker Straße. Das im Rohbau befindliche Hotel Lausitz ist rechts im Hintergrund zu erkennen und die Straßenbahnlinie vorn führt durch die Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Schmellwitz. “
Richard Adolph definiert das Bild aus noch früherer Zeit: „Das Foto zeigt die Gemeindeschule II oder auch Mädchenschule in der damaligen Wallstraße 55, der jetzigen Friedrich-Ebert-Straße. Mit der Umgestaltung des Stadtzentrums wurde dieses Gebäude 1969 gesprengt.“
Birgit Borrmann erkannte ebenfalls richtig die Schule. Das Hotel dahinter ist bereits wieder abgerissen. Heute befindet sich dort die Spree-Galerie. Vor dem Krieg war das Haus vorn eine Mädchenschule und nach dem Krieg eine Hilfsschule.“
Jürgen Markert teilte mit: „ Das kleine Haus rechts im Hintergrund könnte das ehemalige Bestattungsinstitut Kastner sein. Eine Besonderheit gab es noch: Die Ebertstraße, die hinter der Schule war, hatte Straßenpflaster aus Hartholz, das bei Regen sehr glatt war. So etwas gab es auch an der Oberkirche, als um die Kirche an der Westseite noch eine stark kurvige Straße verlief.“ Sinn solcher Pflasterung war es, vor Schulen und Kirchen den Lärm zu dämmen, den eisernen Wagenreifen auf Steinpflaster erzeugten.
Hans-Dieter Pehla wusste von einer „Zwischenzeit“ der abgebildeten Schule: “Von 1949 bis 1952 war sie Landeshochbauschule/Fachschule für Bauwesen. Hier absolvierte ich ein Architekturstudium unter Leitung von Theo Zollna und dessen Dozenten, darunter Gustav Hermann, Dr. Dahl und Erich Berghaus (wegen seiner Vorliebe für komplizierte Dachkonstruktionen ‘Schifter-Emil’ genannt). Studentenstreiche gehörten zur Tagesordnung. Aus dem Fenstern überm Pausenhof ließ einer von uns ‘Wasserbomben’ (wassergefüllte Tüten“ fallen. Eine traf auch die ‘Ische’,?unsere Dozentin für Gesellschaftswissenschaften.“
Weitere Leser berichteten, dass in der Schule in den letzten Kriegstagen auch Verletzte einquartiert und behandelt wurden.








