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Forst: Abschied von der „Schwarzen Jule“

Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) | Von | 6. Dezember 2013

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Die Kinder waren begeistert von der geschmückten „Schwarzen Jule“, die am 31. August 1965 ihre letzte Runde fuhr

Stadteisenbahn war 72 Jahre in Betrieb
ZahlreicheForster erinnern sich noch heute an ihre Stadteisenbahn, die „Schwarze Jule“. Auch zum Aufnahmezeitpunkt des Rätselbildes der letzten Ausgabe waren sich die Leser einig. „ Es handelt sich um die letzte Fahrt der ‘Schwarzen Jule’, unserer Stadteisenbahn, am 31. August 1965. Am 3. Mai 1893 wurde sie eingeweiht und arbeitete 72 Jahre für die Stadt Forst“, schreibt Wolfgang Schenk. “An das Streckennetz der Stadtbahn waren fast 80
Fabriken angeschlossen“, erinnert sich Thomas Methe. „Zu diesem Anlass durften sogar Passagiere mitfahren“, schreibt Frank Owczarek per E-Mail. „Sie fuhr an diesem Tag mit zwei zur Personenbeförderung ausgerüsteten Schuttloren und einem Flachwagen letztmalig und mit Wimpelketten bunt geschmückt etwa von 14 bis 15 Uhr, in Begleitung vieler Forster Bürger sowie Betriebsangehörigen der Forster Stedteisenbahn. Auch die Kinder wie man sieht beobachten das Ereignis“, ergänzt Thomas Methe.
„Auf dem Foto befindet  sich die ‘Jule’ gerade im Bereich der Inselstraße in die Heinrich-Heine-Straße, in Höhe des Kreishauses, einbiegend“, so Wolfgang Schenk. Ariane Burdack kennt das Haus noch aus ihren Kindheitserinnerungen. „ meine Oma wohnte in dem Haus mehrere Jahre. Ich war oft zu Besuch bei ihr. Es ist in der Inselstrasse 10, gegenüber war eine große Gärtnerei.“ Frank Owczarek schickte eine Aufnahme des Hauses aus dem Jahr 1998. „Dieses wurde jedoch leider vor wenigen Jahren abgerissen“, schreibt er dazu.
„Die Mauer links hinten neben dem Haus grenzt den Hinterhof des Hauses zum Mühlgraben ab“, so Wolfgang Schenk. „Hier wohnte nach 1945 meine Verwandtschaft (im Hinterhaus), das Ehepaar Scholtan. Nach rechts führte die Inselstraße zur Böttcherei Bohla. Rechts befand sich eine kleinere Textilfabrik, dann folgt das heutige Oberstufenzentrum und die Kreuzung Heinrich-Heine-Straße/Jähnickenstraße mit der Webschule dahinter links und dem Stadtpark auf der gegenüber liegenden Seite bis hin zur Richard-Wagner-Straße.“ „Die ‘Schwarze Jule’ übernahm den Transport der Kohle in die Fabriken und den der Tuche zum Bahnhof“, schreibt Thomas Methe weiter. „Im Bereich des Endes der Heinrich-Heine-Straße Anfang Richard-Wagner-Straße befand sich vor 1945 das Bürgerhaus, zu DDR-Zeiten der Internatskomplex der Textil-Ingenierusschule. Bog man nach links in die Jähnickenstraße ein, kam man links liegend zum Fabrikkomplex Karl Schulze und gegenüber zur Chemiefabrik Georg Frey, zu DDR-Zeiten dem Bauhof der Wasserwirtschaft, heut wasser- und Bodenverband. Rechts dahinter befindet sich ein abgetrenntes Stück der Richard-Wagner-Straße, welche vor dem Krieg noch durchgängig hinter der Webschule verlief. Der abgetrennte Abschnitt Richard-Wagner-Straße führt noch bis zur Olsenstraße, kurz vor der Gartengemeinschaft ‘In den Hainen’. Links vom Gleisbogen befindet sich das Kreishaus, einst die Tuchfabrik von Robert Cattien nach der Enteignung VEB ostdeutsche Tuchfabrik-Werk II. 1992 dann das Ende der ‘Forster Tuchfabriken GmbH’“, schreibt Wolfgang Schenk. Zur Nutzung desGebäudes heute ergänzt er: „Im Frühjahr 2000, nach der Zusammenlegung der Kreise
Guben, Forst und Spremberg zum Spree-Neiße-Kreis, zog hier die Verwaltung SPN ein.“



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