Cottbus: Damals Apotheke, heute Cotti-Markt

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Busse hielten (und halten) hier in Richtung Sielow (Lösung C)

An diesen Abriss an der ehemaligen Hindenburgstraße erinnern sich Leser:
„Im ersten Moment“, findet Herbert Ramoth, „erscheint das Fotorätsel etwas unübersichtlich, aber beim genauen Betrachten gibt es Ansatzpunkte, die zur Lösung führen: 1. Die Bus-Haltestelle ist immer noch in etwa an der gleichen Stelle. 2. Der Neubaublock im Bildhintergrund existiert ebenfalls noch und 3. die Häuserfront am rechten Bildrand blieb von den Abrissmaßnahmen weitestgehend verschont. Die Personen werden also in Richtung Sielow fahren“.
Das meint auch Klaus Herold: „Die Leute stehen an der heutigen Karl-Marx-Straße und schauen in Richtung Westen. Vor dem Neubau im Hintergrund befand sich die einstige Brunschwiger Straße. Sie hieß in alter Zeit Neue Feldstraße und wurde 1892/93 umbenannt. Rechts sehen wir die Restbebauung der Petersilienstraße, welche heute in diesem Bereich Erich-Weinert-Straße heißt. Hinter den wartenden Leuten (östlich) befand sich die Gärtnerei Ernst.“ Jens Pumpa aus der Rostocker Straße schreibt: „Dort befindet sich heute das Gebäude der Check Inn Zimmervermietung. Diese grenzt direkt an den Campus der Universität. Im Eckgebäude  ganz rechts befindet der Cotti-Markt und das Cafe.“
Ziemlich genau kennt Eberhard Rietschel aus der Parzellenstraße die Lage: „Am Standort des Fotografen dieses Bildes entstand 1972 ein AWG-Block, in dem ich 25 Jahre wohnte. Wir konnten vom Balkon aus den Abriss und die Neugestaltung des Stadtteils Brunschwig verfolgen. Die hohen Häuser rechts im Bild blieben stehen und wurden restauriert. Im Eckhaus war viele Jahre eine Apotheke. Die Karl-Marx-Straße war vor der Neugestaltung als Burger Chaussee bis zur Berliner Straße mit Kopfsteinpflaster ausgelegt. Auf dem Gelände der kleinen Abrisshäuser entstand später ein weiterer Internatsblock. Die kleinen Häuser haben wir noch bewohnt erlebt.“
Diethart Schulz aus der Stadtpromenade weiß, dass hier Buslinie 15 nach Sielow hält. Abgerissen wurde für das ehrgeizige DDR-Wohnungsbauprogramm.“
Turmuhrmeister Karl-Heinz Schlodder, der heute unser Kalender-Gewinner ist, berichtet: „Im rechten Teil sehen wir die ‘Sackschen Häuser’. Von den kleinen Giebelhäusern fehlt das linke schon. Da stand noch ein kleines Giebelhaus, in dem wohnte die Familie Stellmacher. Die Frau war Schneiderin. Ich musste als Junge meine Mutter dorthin begleiten. Die Häuser stehen an der Hindenburgstraße, heute Karl-Marx-Straße. Die Bushaltestelle heißt heute ‘Petersilienstraße‘ – natürlich Richtung Sielow.“