
Die Sprem diesmal von ihrer Rückseite / Großbaustelle neues Stadtzentrum
Das Rätselmotiv war für einige Leser nur schwer zu entschlüsseln. Hilfreich war es herauszufinden, dass die quer stehenden Wohnblocks zur Sprem gehören und der Betrachter Richtung Osten blickt. Unser Sandower Leser Otto Blunck hat das herausgefunden: „Der Fotograf fing mit diesem sehr interessanten Motiv das künftige Haus des Buches ein. Links hinten geht es in die Mühlenstraße, in der eine geöffnete Schranke die Baustellenzufahrt markiert. Der Rohbau in der Mitte des Bildhintergrundes mit den breiten Balkons gehört zur Spremberger Straße 35. Der Altneubau rechts daneben ist die 34 mit dem Durchbruch zum Platz, der hier verdeckt ist.“
„In jener Zeit gab es im Stadtzentrum viel Bautätigkeit“, schreibt Jörg Wittich aus Neuhausen.“ Richtig ist B – Haus des Buches. Eröffnet wurde es unter dem Namen ‘Jenny Marx’. Als Orientierung dient das Haus hinten rechts, es steht an der Sprem und hat weiter rechts im Erdgeschoss das ‘SC’ (Gaststätte Stadt Cottbus). Vorn beginnt gerade der Bau der Gaststätte ‘Stadttor’. Links endet hier die Mühlenstraße.“
Ganz genau weiß Katrin Lehmann aus der Rostocker Straße in Cottbus Bescheid: „Der vom Architekten Gerhard Baer geplante Bau wurde 1969 eingeweiht und beherbergte bis zur Wende die Volksbuchhandlung ‘Jenny Marx’. Das zweigeschossige Gebäude, ein Montagebau, hatte eine Außenwandbeschichtung aus Splitt, Farbglas und Naturstein. Es wurde 1999 umgebaut: Ein Pultdach ersetzt das Flachdach, ein blau eingefärbtes Leistenraster aus eloxiertem Aluminium verkleidet die Fensterfront im Obergeschoss und eine durchgehende Schaufensterfront mit Vordach im Erdgeschoss öffnet das Haus zum Platz Am Stadtbrunnen.“
Rüdiger Schiemenz ergänzt: „Was wir hier sehen, ist die frühe Phase des Cottbuser Gesichtswandels. Neben der Altstadt und leider nicht so gut verbunden mit ihr wurde das neue, das zweite Stadtzentzrum errichtet. Der ganze Bereich mit Buchhaus und Mehrzweckgaststätte (‘Zwecke’ genannt) ist 1969 zum 20. Jahrestag der DDR fertig geworden. Wir waren alle hocherfreut darüber.“
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