Cottbus: Der Schlosskirchplatz

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Der Schlosskirchplatz

Diesmal haben wir sehr viele Zuschriften gehabt. Unsere Leser haben auch wieder eigene Erinnerungen aufgeschrieben.
Monika Zehnpfund schrieb: „Ich hab die Zeitung vor mir und bin der Meinung, dass das Bild älter als 40 Jahre alt ist. Vor 40 Jahren war ich 17 Jahre alt und da sind die Kleider schon flotter gewesen, Kinderwagen auch. Das Modell des abgebildeten Kinderwagens könnte aus meiner Kindergeneration stammen (ich bin Jahrgang 1952). Eindeutig wurde das Foto an der Schlosskirche aufgenommen. Ich kann mich noch an ein Kaufhaus errinnern, welches links im Gebäude war, das später eine Kindersachen-Verkaufsstelle wurde. Das Geschäft neben Stadt Cottbus war eine Verkaufsstelle für Kleider.“
Renate Werner mailte: „Bei dem Bild handelt es sich natürlich um den Platz an der Schlosskirche mit Blick auf die Spremberger Straße, wo links noch das letzte Fenster vom ‘Stadt Cottbus’ zu sehen ist. Das HO-Geschäft am linken Bildrand hieß damals ‘Alles für die Kleinen’, Sorbisch über dem Vordach zu erkennen.
In diesem Laden war ich seit der Eröffnung 1958 zunächst als Verkäuferin, ab 1960 als Verkaufsstellenleiterin tätig.“
Elfrun Liebig wusste ebenfalls Bescheid: „So eine belebte Spremberger Straße wünschten sich nicht nur die Händler, sondern überhaupt alle Cottbuser auch zum heutigen Zeitpunkt. Schade, dass diese Citystraße zur Zeit so vor sich hindämmert. Im Gemüseladen auf der Ostseite hatte ich zu tiefsten DDR-Zeiten folgendes Erlebnis: Ich sah in einer Kiste schwarze Stangen liegen und sagte erfreut zur Verkäuferin ‘Ich möchte bitte Schwarzwurzeln haben.’ Darauf die Verkäuferin ‘Das sind keine Schwarzwurzeln, das sind Möhren aus der Miete.’”