Erinnerungen an das alte Sandow / Landwirtschaft wurde bis 1971 betrieben / Abriss ganzer Wohnviertel
Auch diese etwas schwierige „Damals-war’s“-Frage haben viele unserer Leser richtig beantworten können.
Christine Becker schrieb uns: „Wie schön, wieder ein Foto von der alten Ostaue in Sandow, also Lösung B, zu sehen!
Der Blick geht hier Richtung Sandower Hauptstraße. Von 1959 bis zum Abriss 1971 wohnten meine Schwester und ich mit unseren Eltern in der Nr. 4. Das erste Grundstück rechts im Bild ist die Nr. 6, die ehemalige Bäckerei Adam. Die gab es aber 1959 bereits längst nicht mehr. Die nächsten Gebäude gehören zur Landwirtschaft der Familie Löcher. Als wir in das Seitenhaus der Nr. 4 einzogen, gab es dort noch ein ziemlich marodes Vorderhaus und eine große Toreinfahrt. Das sah im Sommer mit dem Vorgärtchen und der Rosenhecke immer sehr romantisch aus. Auch das große Haus, die Nummer 3, hatte einen solchen Vorgarten. Gegenüber der genannten Häuser befand sich die Nummer 9, Landwirtschaft und Fuhrbetrieb der Familie Lubosch. An die damalige Nummer 3 schloss sich die Klempnerei Thiemann an. Danach kam wieder ein Wohnhaus mit großer Toreinfahrt und der ehemalige Saal von „Löchers Gasthof“. Ganz vorn befand sich das Lokal von Herrn Hoffmann. Trotz der einfachen Wohnverhältnisse war es eine schöne Wohngegend. Es gab kaum Autoverkehr, gute Nachbarschaftsverhältnisse und alles war einkaufsgünstig gelegen.
1971 wurde alles abgerissen und die Familien, die dort über viele Generationen gelebt und gearbeitet haben, mussten ihre Häuser und Grundstücke verlassen. Glücklicherweise gibt es noch Kontakte unter den ehemaligen Sandowern von hier.“
Georg Müller hat das Ausschlussverfahren angewandt und ergänzt: „Die Neuhausener in Sachsendorf ist zu kurz und jünger, und die Cottbuser gibt es nicht in Ströbitz, sondern nur in Schmellwitz; damit bleibt die Lösung B. Das Bild führt uns nach Sandow, längst kein Fischerdorf mehr und sieben Jahrzehnte (richtig ist seit 1904, d.Red.) in die Stadt eingemeindet. Wir blicken von der Ostaue zur Sandower Hauptstraße. Es sind die 70er- Jahre. Heute befinden sich hier Grünanlagen und die Fernwärme-Versorgung Cottbus für die Wohngebäude in der Willy-Brandt-Straße und Am Doll. Die Richtung stimmt, die Fernsehantennen sind artig auf Berlin (Ost und gleichermaßen West) gerichtet.“







