
„Drei Kronen“ am Berliner Platz
Genau gegenüber der Post befand sich das alte Gasthaus „Drei Kronen“, das Gastwirt Ernst Hänig betrieb. Rechts unter dem Baum ist die heutige Lindenpforte zu sehen, die bis nach 1930 den offiziellen Adressbuchnamen „Judenpforte“ führte, weil gleich nach dem Durchgang links innerhalb der Altstadt das Haus mit dem jüdischen Gebetsraum stand. Hier war der erste Versammlungsort der jüdischen Gemeinde, die sich nach 1900 eine Synagoge in der Jahrstraße errichten ließ. Heute steht jenseits der Pforte das Neue Rathaus und seit wenigen Tagen das Postkutscher-Denkmal.
„Drei Kronen“ ist 1733 errichtet worden und lebte bei dem Leitsatz „Speisen zu soliden Preisen“ wohl ganz gut von den Markt- und Postkunden, die den zentralen Platz belebten.
1949 ging das Haus in städtisches Eigentum über. Es beherbergte zunächst eine Post-Außenstelle und die Lotto-Toto-Zentrale. 1960 war hier der Sitz des neu gebildeten Dienstleistungskombinates Cottbus. 1964 wurde das Haus abgerissen, weil im Zuge des neuen Stadtpromenaden-Konzeptes für diese Stelle ein Anbau an das Neue Rathaus (damals Rat des Bezirkes) geplant war. Der wurde aus Kostengründen gestrichen. Heute rollt „durch die Gaststube“ die Straßenbahn.
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