
Der „Goldene Stern“ in der , andere die Lieberoser Straße:
Wolfgang Bauch vom Fontaneplatz verfolgt die „Damals war’s“-Reihe mit Akribie. „Nach dem ‘Goldenen Stern’ ist schon zwei Mal gefragt worden: im November 2007 und im Februar 2010.“ Stimmt, allerdings mit anderen Bildern. Trotzdem hat er mit Antwort A Recht. Er schreibt: „Wir befinden uns in der Berliner Straße, in die rechts die Lieberoser mündet. Das größere Gebäude ist das Gasthaus ‘Zum Goldenen Stern’. Als ich 1980 nach Cottbus kam, gab es die Gaststätte noch. 1983 stand nach meiner Erinnerung schon der heute zur Lieberoser Straße gehörende Plattenbau. In dessen Erdgeschoss war eine Gaststätte, die den Namen ‘Zum Goldenen Stern’ weiterführte. Heute befindet sich darin das ‘Redo XXL’. Das Eckhaus Berliner Straße / Lieberoser Straße hat überlebt, im Erdgeschoss befindet sich ein Nagelstudio.“
Klaus Herold weiß, dass im kleinen Haus vor dem Krieg eine Butterhandlung war. „Diese Häuser lagen zwischen der Lieberoser Straße und der einstigen Logenstraße (heute nicht mehr vorhanden). Erst im Zuge des Abrisses von 60 Häusern zwischen der Lieberoser-/Berliner-/Fr.-Ebert- und Petersilienstraße wurde ein direkter Übergang aus der Bahnhofstraße in die Karl-Marx-Straße möglich.“ Ältere Cottbuser erinnern sich an die versetzte Kreuzung. Gerhard Hoppe hat in dem Hause des „Goldenen Sterns“ von 1947 bis Anfang 1960 gewohnt und tauscht die Digitale Bildvorlage nun gegen die einer Postkarte aus der Zeit vor dem I. Weltkrieg (s.Abb.).
Schwer war das Rätsel für Renate Brinke aus der Hagenwerderstraße. „Vor 40 Jahren wohnten wir noch nicht hier. Nun habe ich alle Straßenecken an meinem inneren Auge vorbeilaufen lassen. Es bleibt nur die Berliner Straße übrig mit der Lieberoser Straße.“ Richtig!
Helga Jung aus der Hans-Beimler-Straße erging es ähnlich: „Der Hinweis, dass die Häuser hinten noch stehen, war hilfreich. Man sieht rechts die Einfahrt zur Lieberoser Straße. Schräg gegenüber befindet sich die Stadtbücherei.“ Jürgen Klingmüller weiß es genau: „Das Foto zeigt die Häuser Berliner Straße 144-145 und die Ecke Karl-Marx-Straße 83. Links befand sich die uralte Gaststätte ‘Zum Goldenen Stern’. In der Mitte betrieb ein Emil Schenker eine Kornbrennerei. Im Eckhaus zur Karl-Marx-Straße war das Familienunternehmen von Curt Mennel, ein Kurzwaren-Geschäft.“ Auch Georg Müllers Geschichte trifft’s diesmal: „Die Brunschwiger bei ihrem Stadtgang ließen das Lokal hier an der Berliner Chaussee natürlich nicht links liegen. Jahrzehnte später hat der Wechsel der Zeiten dem Ort mitgespielt: Die trautderbe Atmosphäre der kleinen Kneipe wechselte in die nüchterne Stimmung des ehemaligen Potsdamer Wurststandkönigs.“
Präzise beschreibt Karl-Heinz Schlodder: „Der Fotograf stand mit dem Rücken zur Fleischei Lehniger (Bahnhofstraße 1). Links sehen wir, zur Lieberoser Straße gehörend, das Lebensmittelgeschäft Paul Behle, daneben die Bäckerei von Anna Bramer. Weiter rechts gehend käme man zu Fahrrad-Sola. Im Nebenhaus war ich als etwa 12-Jähriger mal Timur-Helfer bei einer alten Frau. Wir haben den bedürftigen Leuten Kohlen aus dem Keller geholt oder sind einkaufen für sie gegangen.
Zu Otto Herbst Gaststätte ‘Zum Goldenen Stern’ ist schon viel gesagt. Sie wurde 1980 abgerissen. Vorm ‘Stern“ war Butter-Kunert, heute Kunella. Vor diesem Haus stand bis 1975 ein Zeitungskiosk. Zuletzt befand sich im Eckladen vorn ein Antiquitätengeschäft, wo ich 1981 ein Zungenspielwerk mit 18 Musikstücken auf Blechplatten für etwa 1 200 Mark kaufen konnte. Das schöne Stück steht noch heute in meinem Uhrenmuseum im Torturm des Schlosses Lindenau bei Senftenberg. dort haben viele Besucher ihre Freude an dem Stück.“
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