Cottbus: In freimaurerischer Großmut

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Der Enkebrunnen stand lange auf dem heutigen Brandenburger Platz

Enkes Brunnen stand einige Jahrzehnte viel näher am Spremberger Turm
Georg Müller aus Cottbus schreibt zum Bild der Vorwoche: „1942 stand der Enke-Brunnen ohne nacktes Mädchen in der Anlage auf dem heuti-gen Brandenburger Platz. Otto Enke, ein erfolgreicher Cottbuser Bücherfabrikant und Verleger, hatte den bemerkenswerten Schalenbrunnen, ganz in antiker Tradition geformt, nach Freimaurerart 1928 gestiftet und diesen Mitte Juli 1929 auf dem Königsplatz aufstellen lassen. (Tatsächlich waren Otto und Kurt Enke bis 1934 Mitglieder der Cottbuser Loge „Zum Brunnen in der Wüste“. Otto wurde als Enke I, Kurt als Enke II geführt, d. Red.). Von 1934 bis Anfang 1970 hatte der Königsbrunnen, wie man ihn zuweilen auch nannte, seinen Platz da, wo ihn der fleißige Fotograf mit dem Rätselbild festgehalten hatte. Von hier ging’s zum Blechenpark und 1997 nach sorgfältiger Restaurierung und kompletter Figurierung zurück zum Königsplatz, dem ursprünglichen Standort vor dem Lobedanhaus.“
„Der Brunnen wurde nach den Entwürfen von Prof. W. Gerstel und Prof. E. Schmohl geschaffen und 1997 rekonstruiert. Heute steht der Enkebrunnen auf dem Breitscheidplatz“,
weiß Katrin Lehmann aus der Rostocker Straße. Jürgen Markert ergänzt: „Die Parkanlage um den Brunnen war noch in den 50er und 60er Jahren immer als Osterwiese schön gestaltet. Ich hänge Ihnen an
diese Mail Original-Straßenschilder von 1945, darunter das von dem hier gezeigten Platz.“
Dieter Schreiber meint: „Der Brunnen müsste so mindestens bis 1970 auf dem damaligen Thälmannplatz gestanden haben. An die Figur, die dann später wieder auftauchte, konnte ich mich nicht erinnern.“
Gewonnen hat diesmal Familie Vogel aus Cottbus