
Das schöne Bild vom einstigen Cottbuser Bahnhof fand großen Anklang:
Das Bild vom Bahnhof passte zum letzten Sonntag. Viele Leser lobten das Konzert am späten Abend in der Bahnhofshalle. Vor allem aber bezogen sie sich auf das Motiv, so wie Irina Lehmann aus der Räschener Straße in Cottbus: „Ich kenne den alten Bahnhof nicht mehr. Die Straße rechts unten führte direkt hoch zur damals zweigeteilten Bahnhofsbrücke. Auf ihrer Nordseite waren Straßenbahngleise, die Haltestelle war auf dem Bahnhofsvorplatz. Ich kann mich erinnern, dass mit der Straßenbahn auch Postsendungen vom Bahnhof zur Hauptpost in der Berliner Straße (und umgekehrt) befördert wurden. Ich glaube, es gab dafür sogar einen extra Posthänger.
Nachdem das schöne Bahnhofsgebäude zerstört wurde, war der Cottbuser Bahnhof Jahrzehnte lang eine Ansammlung von Provisorien. Trotz Neubau einer Empfangshalle (Kaufhalle mit Gleisanschluss) blieb der Bahnhof bis heute nur Stückwerk.“ – „Ein schönes Bild vom alten Bahnhof auf der Mittelinsel“, findet auch Renate Brinke aus der Hagenwerderstraße. „Noch bis 1978 war hier ein Provisorium. Schon in meiner Lehrzeit 1963-65 wurde vom Neubau gesprochen. Es sollten aber noch fast 15 Jahre vergehen, bis die zugige, ungemütliche Baracke der Vergangenheit angehörte. Wer in all den Jahren im sogenannten Warteraum auf seinen Zug wartete, saß im wahrsten Sinne des Wortes ‘im Zug’. Die Flügeltüren waren so undicht, dass im Winter der Schnee hereinwehte. Der Neubau war eine Wohltat.“
Jens Pumpa aus der Rostocker Straße meint: „Am 13. September 1866 wurde der Betrieb Berlin-Cottbus aufgenommen. Die Strecke bis Görlitz folgte ein Jahr später. Das Empfangsgebäude wurde etwa mit Inbetriebnahme der Strecke fertig. 1868 bezog die Post im Gebäude ihre Diensträume.“
Die Quellenlage zum Bau des ersten Empfangsgebäudes ist dürftig. Wolfgang Bauch vom Fontaneplatz hat sich erlesen: „1870 wurde das Empfangsgebäude eingeweiht. Der im Februar 1871 verstorbene Fürst Pückler hat das neue Gebäude möglicherweise noch kennengelernt. Nachdem er verhindern konnte, dass die Strecke Cottbus-Spremberg durch seinen Branitzer Park führte, soll er die Bahn später für Reisen nach Berlin genutzt haben. Ob dies verbürgt ist, weiß ich nicht.“ Und weiter schreibt er: „1873 wurde der Großenhainer Bahnhof gebaut. Sein Empfangsgebäude ist noch vorhanden. 1886 wurden die Bahnsteige durch einen Tunnel verbunden, der heute als Spreewaldtunnel bezeichnet wird. Dieser ursprüng-
liche Tunnel des ‘Berliner Bahnhofs’ begann am Bahnsteig 2/3. Das heute Spreewaldbahnhof genannte Gebäude folgte 1899 und nannte sich zunächst Anschlussbahnhof.“
Konrad Donner aus der Cottbuser Wohnparkstraße schreibt: „Dieses herrliche Luftbild ist eine Momentaufnahme von 1934 und zeigt neben dem Cottbuser Hauptbahnhof auch Teile des stark frequentierten
Güterbahnhofs. Über die sogenannte Bahnhofsrampe gelangte man nach Überquerung
einer der beiden Bahnhofsbrücken zum Empfangsgebäude. Seit 1903 schon per Straßenbahn, aber auch zu Fuß, mit Rad oder später mit dem Pkw.“
Gewonnen hat heute Wolfgang Stemmer.
Herzlichen Glückwunsch!






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