
Unsere Leser schrieben auch diesmal Spannendes. Georg Müller mailte uns: „Unverkennbar zeigt das Bild aus der „Damals war’s“-Serie die Töpferstraße nach links führend, und in östlicher Richtung den Blick zur Klosterkirche, deren Turmspitze gerade noch hinter den Dächern der Altbebauung erkennbar ist. Einst sollen hier – daher der Name – im Mittelalter vorwiegend Töpfer der Stadt gewohnt haben. Vorn links die Töpferstraße Nr. 2 – eines der repräsentativsten Mietwohnhäuser von Cottbus aus der Zeit um 1905. Bauherr war der Kaufmann Richard Max Wagner und gebaut hatte es Hermann Pabel & Co, Außen- und Innenarchitektur vom Feinsten, und derzeit genutzt von Rechtsanwälten und der bekannten Orthopädie-Technik Seidel.
Im Straßenverlauf unmittelbar folgend eine Umformerstation, und im Weiteren das Pfarrhaus der Evangelischen Klosterkirchgemeinde. Der Bildhintergrund blieb dem sogenannten Wendischen Viertel vorbehalten; es entstand auf diesem his-torischen Standort in den Jahren 1984 bis 1989 vorwiegend in Plattenbauweise mit der uns bekannten altstadttypischen Fassadengestaltung.“ Das war eine Entwicklung der Cottbuser Bauindustrie, die sich vom P 2 – Standard abhob.
Bemerkenswert fand unser Leser N. Schlag aus Cottbus folgendes: „Auf meinem alten Stadtplan aus dem Verlag Albert Heine fand ich gar keine Töpferstraße, obwohl ich mir sicher war, dass das Haus links zu selbiger gehört.
Bei Recherchen stieß ich darauf, dass auch 1930 noch keine Töpferstraße genannt wird. Erst 1940 meldet das Adressbuch (meines ist leider ziemlich zerfleddert) eine Töpferstraße, und zwar als ‘ein Teil der früheren Münzstraße von der Berliner Straße bis zum Platz der Hitler-Jugend’. Mit letzterem ist der Klosterplatz gemeint, wo die Jugendherberge steht.
Da bekannt ist, dass um 1936 Teile der Stadtmauer historisierend erneuert worden sind, kann ich mir vorstellen, dass die braven Leute beim Schachten einige Scherben fanden und nun die westliche Münzstraße Töpferstraße tauften. Das müsste sich im Archiv nachlesen lassen. Oder vielleicht wissen es die Heimatfreunde.“
Von Horst Hauptmann erhielten wir eine Postkarte: „Das große Haus links ist das markante Jugendstilhaus Töpferstraße 2. Zu alten Zeiten wurden hier die Bezugsscheine für die Kohlen ausgegeben. Lange Zeit waren noch verschiedene Gewerbe vom Stadtbaubetrieb darin stationiert. Die weiteren Häuser nach dem Ev. Kirchenamt wurden im Zuge der Neugestaltung des Klosterstraßenviertels abgerissen.“







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