Cottbus. Unser Osterwiesen-Foto entstand 1929 auf dem heutigen Brandenburger Platz.

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Herbert Ramoth mailte uns: „Die schöne Cottbuser Osterwiese hat mit dem gesuchten Ort von 1929 eines gemeinsam – beide sind von Veränderungen geprägt. Während die Osterwiese in Cottbus nicht ‘sesshaft’ wurde, hat sich der Name des gesuchten Ortes im Laufe der Zeit mehrfach geändert.
Im Jahre 1929 war es der Kaiser-Wilhelm-Platz, der heutige Brandenburger Platz (somit Antwort C). Die Häuserfront, die den Platz in nördlicher Richtung abschließt ( links), und die Schornsteine östlich der Stadt charakterisieren eindeutig den heutigen Brandenburger Platz. Hinten fällt das Ehrenmal auf, das zum Gedenken an die Gefallenen des Cottbuser Infanterie-Regiments Nr. 52 (von Alvensleben) im August 1927 eingeweiht wurde. Es zeigte einen Soldaten des Cottbuser Regiments.“
Das bestätigen unter vielen anderen Leserinnen auch Susanne Haupt und Roswitha Lukas. Diethart Schulz meint: „Dem Fotografen ist es gelungen, eine Frau in wendischer Festtagstracht in Szene zu setzen, zu dem auch andere Spaziergänger. Die historischen Häuser links auf dem Foto erlebten erst nach der Wende 1989 ihre Wiedergeburt. “
Georg Müller fand: „Wir blicken auf eine bestens gepflegte Grünanlage, seit Jahrzehnten im Bestand der innerstädtischen Sehenswürdigkeiten, wie sie von Paul Werner, dem 1. Bürgermeister der aufstrebenden Industrie- und Leineweberstadt, bereits 1904 gemeinsam mit dem Cottbuser Verschönerungsverein ins Leben gerufen wurde.“
Auch Birgit Borrmann und weitere Leser erkannten den Platz, auf dem übrigens erstmals 1928 eine Osterszene gezeigt wurde. 1929 (unser Bild) hatten Fuchs und Amor im Wägelchen in der Mitte der Wiese ihre Premiere. Auch nach dem Krieg gab es die Osterwiese auf dem nun umbenannten Thälmannplatz, bis Neuerer dies als Kitsch abschafften. Rumpelmann Jupp Rühtz erhielt die Tradition am Dreieck Dresdener- / Bautzener Straße.
1970 tauchten die Papp-Hasen wieder am „konsument“ auf, 1976 an der Schlosskirche, und ab 1990 gab es Osterwiesen zwischen Sonnenuhr und Klosterkirche.
Erinnerungen an den Kaiser-Wilhelm-Platz hat uns noch Gertrud Bürger aufgeschrieben: „Meine Kindheit verbrachte ich in der Burgstraße, deren Höfe zum Brandenburger Platz führten. Die gepflegte Grünanlage war mit einem Bandstahl-Geländer auf etwa 25 Zentimeter Höhe umrandet. Darauf versuchten wir als Kinder immer zu balancieren. Viel besser als wir konnte das ein Papagei, den ein Bewohner der hier abgebildeten Häuser immer ausführte. Wenn ein Hund kam, rief der Papagei schrill: ‘Ernst, hol’ mich weg, ich hab’ Angst!’ Wir Kinder haben immer gelauert, dass ein Spaziergänger mit Hund kam und wir den albern gekrächzten Satz hören konnten. Solchen Unfug merkt man sich dann ein Leben lang. Ich frage mich, ob sich außer mir noch jemand daran erinnert. Es lesen ja alle Cottbuser unsere Heimatzeitung.“