Das Jahnsche Schloss der Rosenstadt Forst

Heinrich Graf Brühl gab hier der Textilindustrie die frühen Impuls.

 

Das leider verlorene Schloss stand in Forst
Das leider verlorene Schloss stand in Forst

Vielen Lesern war das Motiv diesmal vertraut. Hans-Georg Keckel schreibt: „Hallo, das Foto zeigt das Schloss in Forst. Ich war erst in der letzten Woche auf einem kleinen Rundgang in Forst und habe diese Erinnerungstafel entdeckt. Ich bin 1954 geboren und war als Kind und Jugendlicher sehr oft in Forst. Wusste damals nichts von einem Forster Schloss, hat mich zu dieser Zeit auch noch nicht interessiert. Heute schon!“

Der Cottbuser Klaus Reiter ist sich sicher: „Diesmal lieg ich richtig. Wir sind in Forst in der Kirchstraße und sehen das Jahnsche Schloß. Die Familie Biberstein kaufte 1380 die Herrschaft Forst. Seit dem 16. Jahrhundert ließen sich Balthasar, Melchior und Jahn dauerhaft dort nieder. Im Schloß am Haag wohnte Balthasar, es war später das Kornhaus und Lagerhaus. Es wurde 1888 abgerissen. 1520 baute Jahn von Biberstein östlich der Mühlgrabenbrücke (Kirchstraße) ein eigenes Schloß.1746 kaufte Heinrich von Brühl (1700-1763) die Herrschaft von Forst und ca. 1850 wurde eine Tuch- und Leinenmanufaktur eingerichtet. 1839 kam es zum Schloßbrand, 1945 wurde es nach dem Krieg abgerissen. Ich weiß nicht ob die große Platane noch vorhanden ist.“

Auch der Cottbuser Jens Pumpa schreibt: „Das ist das Jahnsche Schloss in der Kirchstraße. Das Foto ist zwischen 1920 und 1930 entstanden. Kutschen und Pferdefuhrwerke konnten die ziemlich enge Durchfahrt durch den mittleren Bogen noch benutzen. Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Graf Heinrich von Brühl ließ in dem Gebäude eine Tuch- und Leinenmanufaktur einrichten. Nach 1900 gab es hier auch Verwaltungsräume, z.B. das Standesamt. In dem Schloss befanden sich ein Jugendheim und eine Kinderkrippe. Auch war von 1899 bis 1930 das Städtische Museum in einigen Räumen untergebracht. 1945 wurde das Schloss durch Kriegseinwirkung zerstört.“

 

Das ehemalige Schloss Jahn von Bieberstein, Aufnahme vor 1945
Sein eingesandtes Rätselbild ergänzt Fred Riedel aus Forst um dieses Motiv: „Das ehemalige Schloss Jahn von Bieberstein, Aufnahme vor 1945. Ansicht vom Lindenplatz aus, vorn der Schlossplatz (in den 30er Jahren auf der rechten Seite hinter dem Hydranten das Standesamt, in dem meine Eltern Albert und Clara Riedel geheiratet haben). Alle Gebäude wurden im April 1945 durch Kriegseinwirkungen zerstört, später abgerissen und in den 60/70er Jahren mit Plattenbauten überbaut.

„Jutta Oberfeld aus Forst mailte uns „Das Bild zeigt das Schloss des Jahn von Biberstein in einer Aufnahme aus der Kirchstraße in Richtung Westen, also zum Lindenplatz. Das Foto ist zwischen 1920 und 1930 entstanden. Kutschen und Pferdefuhrwerke konnten die ziemlich enge Durchfahrt durch den mittleren Bogen noch benutzen. Zu dieser Zeit war das Schloss, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde, längst kein Adelssitz mehr. Graf Heinrich von Brühl, der die Herrschaft Forst 1746 erworben hatte, ließ in dem Gebäude eine Tuch- und Leinenmanufaktur einrichten. Nach 1900 gab es hier auch Verwaltungsräume, z.B. das Standesamt. Rechts und links standen zwei prächtige Platanen. Ein Baum hat den 2. Weltkrieg überlebt. Das Gegenstück auf der Nordseite an der Heinrich-Werner-Straße ist mit den benachbarten Gebäuden abgebrannt. Das Foto wurde auch von der Kirchstraße etwa im Jahre 1927 aufgenommen. Im Jahre 1839 fiel dieses Gebäude einem großem Brand zum Opfer. Danach wurde es wieder aufgebaut in der Form wie es auf dem Foto zu sehen ist. In diesem Schloss befanden sich bis zu seiner Zerstörung ein Jugendheim, eine Kinderkrippe wo bis zu 30 kleine Kinder untergebracht waren. Auch war von 1899 bis 1930 das Städtische Museum in einigen Räumen untergebracht. 1945 wurde das Schloss durch Kriegseinwirkung zerstört. Ich bin in der Kirchstraße groß geworden. Beim Spielen auf dem Hof haben wir noch Fliesen vom Schloss ausgebuddelt.“

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