Die ganz vergessene Klosterstraße in Cottbus

Die alte Klosterstr. in Cottbus, Nordseite, Richtung Ost.
Die alte Klosterstr. in Cottbus, Nordseite, Richtung Ost.

Jetzt steht an dieser Stelle – durchaus sehenswert – das .

Fritz Dieter Buddrus grübelt: „Ich kann nur raten, wobei ich Drebkau ausschließe. Und in Peitz fällt mir keine Straße ein, wo so viele Häuser abgerissen und durch Neubauten ersetzt wurden. Aber vielleicht leben diese Häuser ja noch, dann wäre Peitz möglich…“ Klaus Reiter hingegen tippt: „Es müsste die Drebkauer Hauptstraße sein, die zum Marktplatz führt…“

Südseite der Klosterstraße 1917
Südseite der Klosterstraße 1917. Foto: Sammlung Klingmüller

Petra S. May war klar: „Es müsste die Klosterstraße in Cottbus sein. Die Häuser existieren nicht mehr, dort ist jetzt das Wendische Viertel. Es waren einfache Häuser ohne Bad und WC. Auf der rechten Seite gab es eine Gaststätte, dort schmeckten das Essen und das Bier. Geradeaus steht die ehemalige Rudis-Reste-Rampe.“

Genau beschreibt Jürgen Klingmüller aus der Cottbuser Willy-Brandt-Straße: „Das Foto zeigt die Klosterstraße 62 -70. Ich möchte jedoch das Aufnahmejahr auf die 60er Jahre korrigieren. Im Hintergrund sehen wir die Tuchfabrik der Gebr. Fritsch noch im Original, ohne hässliche Aufstockung. Ich füge ein Foto der gegenüberliegenden Seite zu, damit sich jüngere Menschen ein Bild von der alten Klosterstraße machen können.“

Die Cottbuser Klosterstraße mit einem ihrer letzten Bewohner im Jahre 1977
Die Cottbuser Klosterstraße mit einem ihrer letzten Bewohner im Jahre 1977.

Siegfried Krusche aus der Drebkauer Straße in Cottbus glaubt: „Es kann nur die alte Klosterstraße sein. Der Fotograf blickt nach Osten. Auch wenn ich Widerspruch ernten werde – das Wendische Viertel ist ein gelungenes Beispiel für notwendige Veränderung einer Stadt; nicht alles Alte kann und sollte um jeden Preis erhalten werden – sonst würde die Menschheit immer noch in Erdhütten leben.“

Die neuen Klosterstraße nördlich der alten im Jahre 1987
Die neuen Klosterstraße nördlich der alten im Jahre 1987. Fotos: Dieter Leubauer

Gudrun Perko sieht’s etwas anders: „Endlich wieder ein Foto aus dem alten Cottbus! Leider fehlt das Haus mit den drei Mohren, dafür finde ich aber das des Schuhmachermeisters Schuppan. (s. Aushängeschild) Ein langer Durchgang führte zum Hof, der eng und länglich war, mit Kopfsteinen gepflastert, rechts eine hohe Mauer. Er selbst saß links in seiner Werkstatt direkt am hohen Fenster und konnte bei seiner Arbeit beobachtet werden. Und wie das dort in jener dunklen Stube angenehm nach Leder duftete! Eine Schande, dass diese ganze Gegend samt Kapellen- und Jägerstraße abgerissen wurde. Aus der Klosterstraße wurde ein gesichtsloser Neubau. Ebenso bedauerlich ist das Verschwinden der Roßstraße am Berliner Platz mit der Konditorei Tinius, den Stadtsälen und dem Biedermeierhaus Dr. Fischers … und dem Märchenbrunnen!“
„Oh, das Rätselfoto könnte fast von mir aufgenommen worden sein“, schreibt Dieter Leubauer und fügt eigene Bilder von ALT bis Platte hinzu. Danke.

Danke auch allen anderen Einsendern.

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