Kolkwitzer Straße vor dem Umbau / Es holperte heftig auf Ströbitzer Asphalt / „Alte Welt“ und Wendeschleife
„Kann sein, dass der Fotograf direkt vor Blumen-‘Orchidee’ in Ströbitz steht, wenn es das schon gab. Er schaut Richtung Cottbus, und wo der Hausgiebel zu sehen ist, mündet die Straße jetzt in die ehemalige Schwanstraße, dahinter ist statt der Häuser noch eine Grünanlage“, schreibt Isolde Gabler aus Cottbus und wird ungefähr Recht haben.
Georg Müller vertieft: „Salzstraße, Handelsstraße, Poststraße – zur Zeit des Bildes typisch vernachlässigt. Den schlechten Straßenzustand begleiteten zu DDR-Zeiten unzählige Bürgerbeschwerden. Die Wendeaufnahme ist stadteinwärts gerichtet. Rechts die Telefonzelle verweist auf die nahe Wendeschleife der Tram. Den Geschäftshäusern folgen schon seit Jahren stadteinwärts die Shell-Tankstelle, eine Sparkasse und weitere modern gestaltete Wohnhausneubauten. Übrigens: Definitionsfrage – weiter nach Kolkwitz geht’s natürlich hier in Ströbitz im Rücken der Abbildung.“
Ilse Gorn wusste: „Es ist Lösung ‘C’ richtig. Im Vordergrund befindet sich jetzt eine Sparkassenfiliale, früher gab es hier einen Bäcker, eine Zoohandlung und Fahrrad-Scholle.“
Birgit Borrmann erkannte ebenfalls: „Auf dem Bild ist die Kolkwitzer Straße in Richtung Berliner Straße zu sehen. Heute ist diese Straße ausgebaut und so finden wir hinter den drei Häusern rechts eine Tankstelle.“
Die gab es sehr viel früher auch schon mal an dieser Stelle, erinnert sich G. Lehmann aus Cottbus, „später existierte an ihrer Stelle aber nur noch eine Schlosserwerkstatt.“
Genauer: Eine Motorradwerkstatt, wie Karl-Heinz Schlodder berichtet. Er beschreibt weiter: Links, im Bild nicht sichtbar, ist die Ströbitzer Wendeschleife der Straßenbahn. Rechts von der Telefonzelle befand sich ein Trafohäuschen. In dem größeren Haus war eine Bäckerei, dann schlossen sich weitere Geschäfte an.
Hubert R. aus Cottbus erinnert auch an die „Alte Welt“, die er „vermutlich zur Zeit dieser Aufnahme unmittelbar nach der Wende oft besuchte. „Da waren die Flächen hier immer zugeparkt, wenn sich in diesem Lokal die Geschäftemacher spätabends trafen.“







