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Forst: Apotheker nahm sich das Leben

Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) | Von | 8. April 2016

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In unserer letzten Ausgabe hatten wir die Berliner Straße in Forst erreicht

Leser erinnern sich an die Berliner Straße und ihr Umfeld in Forst:
Mehrere Leser haben die korrekte Lösung zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Wolfgang Schenk aus Forst. Er schreibt: „Zu sehen ist der Abschnitt der Berliner Straße zwischen der Post und dem Lindeneck (von links). Dazwischen befanden sich die Zufahrt zur Gasanstalt und eine weitere Gaststätte, die Würzburger Bierstuben, ein beliebter Treffpunkt für Billard- und Kegelfreunde. Besonders schön fand ich immer die schattenspendenden Linden am Lindeneck. Rechts im Bild ist eine Straßeneinmündung zur Mittelstraße mit Gleisstrang der Forster Stadteisenbahn zu erkennen. Es war die Verbindung zwischen der Berliner und der Mittelstraße. Gleich hinter der Litfaßsäule mit Feuermeldestelle fällt der Blick auf das Eckhaus mit der Schwan-Apotheke (Berliner Straße 52 a), gegründet von Apotheker Theodor Seemann im Jahr 1902. Mehr dazu gibt’s auch im Forster Jahrbuch von 2005. Apotheker Max Reiche übernahm im Jahr 1933 nach Seemanns Tod die Einrichtung und führte sie bis 1945. Der dortige stolze Schwan scheint mit seinen Drohgebaren alle Krankheiten verscheuchen zu wollen.
Wir, meine Mutter und meine Großeltern, waren nicht allzu häufig in diesem Stadtbereich unterwegs. Daher ist uns auch nicht mehr als der kleine Laden in Erinnerung geblieben. Nach dem Jahr 1945 wurde der gesamte Komplex abgerissen, da durch den Beschuss des Bahnhofes dort auch fast alle anderen Gebäude in Ruinen verwandelt wurden. Hier entstanden DDR-typische Wohnhäuser, was zu dieser Zeit sehr wichtig war.
Thomas Methe, ebenfalls aus der Rosenstadt, merkt an: „Zu sehen ist die Berliner Straße. Der Abzweig nach rechts führte in die Mittelstraße hinein. Einst existierte eine rund 50 Meter lange Verbindung von der Berliner zur Mittelstraße. Man sieht an der Ecke Berliner Straße/Mittelstraße eine Litfaßsäule. Hinter ihr befand sich im Eckgebäude die Schwan-Apotheke. Sie wurde im Jahr 1902 in der Berliner Straße 52 a gegründet, und zwar vom Apotheker Theodor Seemann. Es handelte sich zu jener Zeit um die bereits dritte Apotheke in Forst. Im November 1945 hatte Apotheker Max Reiche wegen der Zerstörung der Einrichtung verzweifelt sein Leben beendet. Aber die Schwan-Apotheke existiert dann in der Cottbuser Straße 20 weiter. Sie schloss erst im November 1976, vor nunmehr fast 40 Jahren, für immer ihre Pforten, da das Gebäude abgerissen wurde. Die Berliner Straße war und ist bis heute eine der Hauptverkehrsstraßen unserer Stadt.“
Gewonnen hat diesmal Wolfgang Schenk.

Herzlichen Glückwunsch!



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