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Altes Forst: Bandenkrieg in der Möbelfabrikruine Gubener Straße

Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) | Von | 21. April 2007

Möbelfabrik ‘Perk’

Möbelfabrik ‘Perk’ am ehemaligen Bismark-Platz

Bandenkrieg in der Möbelfabrikruine

Gesucht war  eine bekannte Forster Straße: Die Gubener Straße!
Elfriede Bonkatz hat mitgeteilt: „Auf dem Rätselbild ist die Möbelfabrik ‘Perk’ am ehemaligen Bismark-Platz zu sehen. Dass dort im Hinterhaus ein Betsaal der jüdischen Gemeinde war, ist mir unbekannt.“
„Die Synagogengemeinde wurde 1894 gegründet. Man richtete zunächst den Betsaal im Hinterhof des Bismarkplatzes ein“, informiert Heimatforscher Jürgen Meißner. Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb die Gemeinde dann das Gebäude in der Wasserstraße.
„Die Tischlerei von Perk“, so beginnt Heinz Gottschalk seine Zuschrift, „befand sich an der Ostseite vom Bismark-Platz. Die Südseite des Gebäudes begrenzte der Lohmühlengraben. Wenn man von der Frankfurter Straße aus in die Hochstraße
einbog, fuhr man direkt auf das Gebäude der Tischlerei zu“.
Bandenkrieg
Von Wolfgang Schenk haben wir auch wieder detaillierte Erinnerungen erhalten: „Das Foto zeigt die Möbelfabrik ‘Perk’ in der Gubener Straße. Sie stand unmittelbar am Lohmühlgraben, welcher rechts neben der Fabrik in Richtung Mühlgraben floss. Hergestellt wurden Wohn- und Büromöbel und Möbel aller Art nach Wunsch der Kunden. Da Verwandte von uns hier wohnten und arbeiteten, durfte ich manchmal bei der Fertigung zusehen. Ich erinnere mich noch, dass ich den Geruch von Leim und Firnis, sowie Lack damals noch toll fand. Nach 1945, als Schüler, zog es mich wieder zu diesen Gebäuden. Es war allerdings jetzt eine Ruine, wie auch die angrenzenden Gebäude. Obwohl das Betreten verboten war, spielten wir nach der Schule hier. Zur Nachkriegszeit entstanden sogenannte Banden in einzelnen Ortsteilen. Hier war der Treffpunkt der Bismark-Bande (auch Bobby-Bande, nach dem Anführer benannt). Eine Bande in der „Stalinallee“, jetzt wieder Cottbuser Straße, hatte ihren Sitz am Feldschlösschen-Platz. Mit ihr gab es öfter kleine Geplänkel und Balgereien. Getraud Noack hat das Rätselbild ebenfalls richtig erraten: „Das Gebäude war eine Möbelfabrik und gehörte Gottlob Perk. Später, zu DDR-Zeiten befanden sich eine HO-Eisdiele und eine Gastwirtschaft-Bierklause auf dem Gelände .“



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