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Forst: Ehestart an der Berliner Straße

Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) | Von | 17. Juli 2015

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An der Stelle dieses Hauses in der Berliner Straße befindet sich heute eine Kaufhalle

Gegenüber der Post gab es Fotos, Frisuren, Kleidung und den Zahnarzt:
Klaus-Dieter Michael aus Forst schreibt: „Ich habe selbst ab 1946 bis zum Abriss in diesem Haus gewohnt. Nachdem unser altes Geschäft ausgebombt wurde, sind wir eingezogen. Unten hatten wir unser Foto-Atelier. Unsere Vermieterin Frieda Kube wohnte im ersten Obergeschoss mit zwei weiteren Mietern. Die vier Fenster oben links gehören zum Zahnarzt Schmidt. Die beiden Fenster ganz links gehörten zu seinem Wohnzimmer, die beiden Fenster daneben zu dem Sprechzimmer seiner Arztpraxis. Die drei Fenster bei denen die Jalousie unten ist, gehören zu unserem Atelier, rechts daneben die zwei Fenster, dahinter lag unser Arbeitszimmer. Links ist der Friseursalon Schick zu sehen. Rechts daneben war ein Reformhaus. Auch rechts zu sehen ist die Firma Seichter, die führten Damenmode. Rechts neben dem Haus gab es einen Durchgang. Da konnte man bis zur Bleiche durchgehen. Links hinter dem kleinen Häuschen geht es zur Poststraße rein. Heute steht an der Stelle des Hauses eine Kaufhalle. Gegenüber ist immer noch die Post. Zum Gebäude rechts, welches nur noch schemenhaft zu sehen ist: dieses Haus gehörte auch der Wirtin, der das andere Haus gehört hat. Das war 1945 ausgebrannt und ist wieder mit Hilfe ihres Sohnes aufgebaut worden. Im Erdgeschoss waren zwei Läden. Der rechte Laden war von der HO. Dort wurden Lampen, Radios und Fernseher verkauft. Im linken Laden war ein Waffengeschäft. “
Regina Arlt sagt: „Foto Michael sieht man deutlich. Im Durchgang haben wir manchmal die Fahrräder abgestellt, wenn es geregnet hat. Ganz vorn an der Ecke Poststraße gab es ein Reformhaus. An den Friseur kann ich mich nicht erinnern. Dort bei Foto-Michael gab es das Geschäft Steiner-Stoffe, dort hatte meine Mutter Stoff gekauft und hat mir ein Kleid genäht, das war 1967. Weiter rechts gab es eine schöne Eisdiele und eine Losbude, wo meine Mutter mal eine Elektronähmaschine samt Tisch gewonnen hatte. Das war schon etwas sehr Besonderes.“
Dieter Nowotnick schreibt:  „Hier ist die Berliner Straße zu sehen. Links geht es zum Berliner Platz, rechts zum Bahnübergang und der Fotograf steht vor der Post. Zum Fotografen ging es auch genau hinter der Lampe die Stufen hoch. Ich erinnere mich sehr gut an den 9.November 1957. Taxi Noack fuhr uns zwei zum Standesamt dort fragte uns der Standesbeamte Herr Schwärzel nach etwas wo wir ja sagen sollten. Dann fuhren wir zur Stadtkirche, dort wollte Pfarrer Herr Scholz das gleiche von uns wissen. Nun ging es bei strömendem Regen mit der Taxe zu Foto Michael eben diese Stufen hoch. Michael Junior (Gruß wenn sie es lesen) wollte gute Bilder machen. Kopf nach links, Fuß nach vorn, Blumenstrauß höher und so weiter. Dann Stufen runter. Kommt ein junger Mann vorbei und sagt doch mit grinsen im Gesicht ‘wieder einer ins Unglück gestürzt’. Recht hätte er wenn er das ‘Un.’weggelassen hätte. Das war vor 57 Jahren.“
Gerda Kubaschk weiß: „Am Durchgang zur Bleiche war der Waagenbauer Schikowski zu finden, der die erste elektrische Kaffeemühle nach 1945 zu uns zur Reparatur brachte. Das war eine Sensation! Unsere Monteure haben sie wieder hingekriegt. Ich hatte neidisch auf das tolle Gerät geschaut. Später hat Herr Schulz die Waagenbau-Firma übernommen. Links im Bild war der Konsum mit Herren-Unterwäsche. Dann kommt die Poststraße, dann der nächste Konsum. Etwas verwundert hat mich ein Details auf dem Bild: Ich kann mich nicht an die Abgrenzung vom Bürgersteig zur Straße erinnern.“
Renate Schmidt kann sich auch an ein Geschäft mit Bio-Lebensmitteln erinnern.
Gewonnen hat Renate Schmidt.
Herzlichen Glückwunsch!



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