Ensemble für viele Goldmedaillen
„Als ich das Bild vom Sportensemble Dynamo Forst gesehen habe, kamen prompt die schönen Kindheitserinnerungen auf“, schreibt uns Heike Röhrich zu unserem Rätselbild der letzten Woche.
„Ich selbst war von 1970 bis 1979 mit viel Freude und Spass dabei. Damals war unser Chef Rudi Fritsch, der leider nicht mehr lebt. Für mich, ein totaler Sportler mit Leib und Seele, war dies mit die schönste Zeit.Wir hatten Auftritte bei vielen großen Ereignissen damals in der DDR zum Beispiel in Berlin zum Pfingsfest, das war immer aufregend denn man hat viel gesehen,denn sonst hatte man ja nicht so die Möglichkeit, viel zu reisen“, so unsere Leserin.
Viele Erinnerungen
Das Bild des Ensembles wurde 1978 im Forster Rosengarten aufgenommen. „Es zeigt die Freilichtbühne, wo ich mich an zahlreiche Freilicht-Filmvorführungen erinnere. Im Gegensatz zum Kino war unter den dortigen Bedingungen eine besondere Stimmung zu verspüren“, schreibt Herbert Schulze. „Im Rosengarten traten wir viel auf. Leider fand ich mich auf dem Bild nicht, doch viele die ich kannte und kenne. Vielen Dank für die tolle Erinnerung!“, schreibt Heike Röhrich. Im Gegensatz dazu hat sich Verena Rietschel auf dem Bild erkannt, wie sie am Telefon berichtet.
Eine ganz besondere Beziehung zum Ensemble hat auch Heinz Voigt, der 1976 nach Forst kam. „Ich kannte den Rudi Fritsch gut. Ich entschied mich dann, statt in den Radsport zu gehen, mich im Ensemble zu betätigen“, so der ehemalige Polizist.
„Ich wurde Organisations-Leiter der Gruppe. Bei dem Ereignis auf dem Bild handelt es sich um die Vorbereitung der Arbeiterfeststpiele 1978 in?Erfurt. Ein?Ereignis ist mir dabei in Erinnerung geblieben.?Die Ansagerin flippte bei den Proben aus, und so musste ich auf die Bühne“, erzählt Heinz Voigt.
In Erfurt gewann das Ensemble – allerdings ohne den verhinderten Heinz Voigt – dann auch die Goldmedaille, wie oft.?Die letzte wurde bekam das Ensemble 1986 in Magdeburg.
Aber auf dem Bild ist aber auch der Schriftzug „Olympia 80“ in Moskau zu sehen. „Das Programm dafür hieß ‘Rosen für Moskau’. In die UdSSR sind wir aber erst 1987 gekommen. Mit 12 Mädchen sind wir 14 Tage durch die Tambow-Region getourt’“, so Heinz Voigt.
Viel Arbeit
Bis zu vier Tage der Woche ging es zum Training, oft auch ins Trainingslager – das Ensemble hatte einen straffen Plan.
Rudi blieb bis 1983 Leiter. Danach übernahm Gertrud Voigt das Ensemble, das 1990 Bestandteil des PSV wurde.
„Meine Frau blieb bis 1998 im Dienst, danach habe ich bis 1999 die Sportakrobaten geleitet“, erzähl Heinz Voigt. „Dann war Schluss, nach 23 Jahren Ensemble.?Doch am Ende gab es nicht mal ein Danke“, so der langjährige Organisator.
Die wohl schönste Anerkennung ist es aber, wenn er nach vielen Jahren noch von vielen ehemaligen Artisten erkannt wird.
Jetzt leiten die Mudlacks erfolgreich die PSV-Sektion. Mit viel Schwung und Disziplin kommen aus Forst immer noch Höchstleistungen.







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