Forst: Heute ist hier der Dorfplatz

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Die Gebäude auf dem Rätselfoto gibt es heute noch in Groß Kölzig

Groß Kölziger Platz an der Kirche hatte einst eine Prangerlinde
Eberhard Nothnik schreibt: „Ich kenne den Ort recht gut, denn ich war als Kind oft in Groß Kölzig bei meiner Tante. Vorn links hatte früher ein Kolonialwarenhändler sein Geschäft, später war es Konsum. Dahinter, nicht zu sehen, war die Bäckerei Förster. Rechts das Haus war früher die alte Dorfschule, später Rat der Gemeinde, heute Heimatstube. Die Bäume, die rechts schemenhaft zu sehen sind, müssten Reste der Prangerlinde sein. Dort hat man zu Urzeiten die Leute an den Pranger gestellt und verprügelt, habe ich gehört. Die Gebäude gibt es heute noch, sie haben sich aber äußerlich verändert. Die Zäune sind verschwunden, der Platz ist heute Dorfplatz. Die Aufnahme könnte aus den 1920er-Jahren stammen.“
Helga Eckenhoff ergänzt: „
Das weiße Haus war die Fleischerei Standfuß gewesen. Die Kinder hatten das Schmuck- und Uhrengeschäft in der Cottbuser Straße. Hinter der Fleischerei ging ein Weg zum Hof hinter. Links an diesem Weg ging es zur Bäckerei Förster. Auf dem Hof hatten meine Schwiegereltern Eckenhoff gewohnt. Meine Tochter, 1959 geboren, wurde in dieser Kirche getauft. Rechts in dem Gebäude könnte das Büro der Gemeinde gewesen sein, ich bin mir aber nicht sicher. Rechts neben der Kirche, nicht mehr auf dem Bild zu sehen, wohnte die uns gut bekannte Familie Warko, dort haben wir oft gefeiert. Der Ort hat sich im Laufe der Jahre doch sehr verändert.“
Holger Schuffenhauer schreibt: „Das linke Haus, damals Fleischerei, ist heute Wohnhaus eines Urenkelkindes. Das rechte Haus (Klinkerbau) war damals eine Schule und ist heute „Heimatstube von Groß Kölzig“ und Wohnhaus. Dieses Foto stammt etwa aus der Zeit zwischen 1910 und 1920.
Thomas Methe weiß Interessantes zur Kirche: „Im Jahre 1676 am 6. April beginnt während der Predigt die gesamte Ortschaft in Groß Kölzig zu brennen. Auch die Pfarrerwohnung und Teile der Kirche waren betroffen. Die Glocken schmolzen, stürzten herab und waren nicht mehr brauchbar. Eine Herrichtung der Kirche nach dem Brand fand im Jahr 1691 statt. Ein bekannter Pastor war Pastor Fiebig. Er war von 1935 bis 1959 im Pfarramt.