Forst: Hungerstele vom Goetheplatz

damals071208_foDie Hungerstele vom Goetheplatz
Wieder viele Erinnerungen hat unser letztes Rätselbild aufgewühlt. Obwohl es noch nicht lange her ist, dass dieses Kunstwerk aus dem Forster Stadtbild verschwand.
Leser Manfred Meier hat uns am Telefon mitgeteilt: „Dieses Kunstwerk stand gegenüber dem Kaufhaus, das leider schon lange geschlossen hat. Es befand sich mitten auf der Wiese, die man auf dem Bild sieht.. Es hat damals ein Künstler aus Berlin gemacht, ich glaube, er hieß Hunger. Aber wie es mit der Kunst manchmal so ist, die Forster haben es wohl nie so richtig angenommen.“
Genauer berichtete Hans-Jürgen Keidel: „Die sogenannte Hungerstele auf dem Goetheplatz wurde geschaffen von Detlef Hunger. Das war in den 70er Jahren ein DDR-Volkskünstler, der heute in Berlin wohnt. Seine Eltern sind nach wie vor in Forst ansässig. Das Kunstwerk ist im Rahmen der Kunstwochen der DDR entstanden und wurde vom Rat der Stadt beauftragt. Es sollte die Rosenstadt symbolisieren.
Die Stele sah gar nicht mal so dumm aus… Schade!“
Auch der Künstler selbst war entäuscht, dass das Kunstwerk so schnell nach der Wende von dort verschwand. Wo sie gelandet ist, wussten unsere Leser leider nicht.
„Unweit der Stele befand sich früher auch die Kinder- und Jugendbibliothek, bis in die 70er-Jahre die Erweiterte Oberschule“, schreibt Herbert Schulze. „Rechts, gerade noch erkennbar, steht das Gutenberghaus. Die heute vorhandene Grünanlage auf dem Lindenplatz ist den Gestaltern gut gelungen.“