Panzerdenkmal an der Amtsstraße
„Das Bild zeigt den Platz der Befreiung“, antwortet Elfriede Bonkatz auf das Rätselbild der letzten Woche. „Er lag zwischen der damaligen Thälmannstraße, Amtstraße und Kleiner Amtstraße. Es fanden viele Kundgebungen statt, auch Feiern zum Tag der Befreiung am 8. Mai, Brautpaare kamen und legten einen Blumenstrauß auf das Denkmal. Kinder kletterten auch gern auf dem Panzer herum“, schreibt sie weiter.
Heute wachsen auf dem berüchtigten „Panzerdreieck“ Jahresbäume und laden Bänke zum Verweilen ein. Nach der Wende wollte ursprünglich der Neißeverkehr den Busbahnhof hierhin verlegen, da die jetzige, von der Stadt favorisierte Lage am?Bahnhof zu weit vom Zentrum entfernt schien.
„In Forst machte ein Witz die Runde: Das Panzerdenkmal wurde aus Spenden aus Dänemark gebaut. Wieso das? Na von den ´ne Mark und von den ´ne Mark“, erinnert sich Leser Herbert Gottschalk.
„Das Panzerdenkmal wurde nach Meinung vom Thomas Methe in den sechziger oder Anfang der siebziger Jahre dort hin gebracht.
Als genaues Datum entpuppt sich der Vorabend des 54. Jahrestages der Oktoberrevolution im Jahre 1971. Der Platz hieß dann „Platz der Sowjetarmee“, der Volksmund blieb bei „Panzerdenkmal“.
„Wenn man auf dem Rätselbild hinter den Panzer schaut, sieht man die ehemaligen Feintuchwerke in der Max-Fritz-Hammer-Straße. Diese stehen heute leider im verwahrlosten Zustand da“, so Thomas Methe. „Wenn man heute dort entlang fährt, bleibt noch die Erinnerung an dieses Denkmal“.
Am Ende verschwand der Panzer zwischen 1989 und 1990 recht schnell vom Sockel. Ob nun Monument der Zeitgeschichte oder Siegergebärde: Die Zeit hatte ihn überholt.






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