
Den Schützenplatz in der Richard-Wagner-Straße mit dem ehemaligen Arbeitsamt im Hintergrund erkannten zahlreiche Leser, so Ingrid Remane, Margitta Bartel, Rosemarie Richter, Siegfried Schulze, Thomas Methe, Fritz Hammer und Christine Voelz. Die Aufnahmezeit des Fotos variiert von Zuschrift zu Zuschrift. Manfred Meier und Siegfried Schulze vermuten „das Bild zeigt den Forster Schützenplatz Anfang der 40er Jahre. Er wurde Afang der 50er Jahre abgerissen.“ „Damals haben die Polen von den Häusern die Dachziegel und Steine für den Aufbau von Warschau abtransportiert, das war bis etwa 1955 so“, berichtete Günter Behrend. Margitta Bartel und Ingrid Remane schätzen die Aufnahmezeit in den 50er Jahren.
Im Hintergrund ist das ehemalige Arbeitsamt Forst-Berge zu erkennen, schreibt Rosemarie Richter. „Heute gehört dieser Teil zu Polen“, so Margitta Bartel. „Das Arbeitsamt stand in der Straße Bergesches Ufer Nummer 7. Es hatte die Kriegshandlungen 1945 überstanden, aber dann wurde erst der Dachstuhl und schließlich das gesamte Gebäude abgetragen“, wissen Ingrid Remane und Thomas Methe. Siegfried Schulze erinnerte sich „an einen Sonntag Ende der 40er Jahre, an dem ein mächtiges Unwetter den Zirkus Busch heimsuchte.“ „Auf dem Schützenplatz fanden neben den jährlichen Schützenfesten auch Rummel und alle anderen Volksfeste statt“, so Günter Behrend. Manfred Meier: „Ich hatte dort Erlebnisse als Junge, als nach dem Krieg das erste Feuerwerk abgefeuert wurde. Ich bin damals nach Hause gerannt, weil mich die Knallerei zu sehr an den Krieg erinnerte.“ „Später folgte der Kraftverkehr mit seinen Bussen und LKWs. Heute steht die Hälfte davon wieder leer. Aber Platz für einen großen Zirkus ist auch heute noch“, so Rosemarie Richter. Günter Behrend erzählte am Telefon: „ Die Richard-Wagner-Straße führt zur Webschule, da, wo der Traktor auf dem Bild zu sehen ist. Nach dem Krieg befand sich hier das Busdepot und der Kraftverkehr.“„Heute hat der Neiße-Verkehr auf dem Gelände seinen Sitz“, schreibt Ingrid Remane.
Christine Voelz erkennt weitere Gebäude: „Vorne rechts zeugen die abgetragenen Steine von einer Tuchfabrik, die am 14. Februar 1945 abbrannte. Hinter dem Fabrikgebäude befand sich ein flaches Gebäude, in dem lebte eine Tischlerfamilie. Dieser Tischler richtete hinter seinem Haus eine Tischlerei ein. Ein Stück weiter gingen wir zur Tanzschule bei Klara-Schmidt, auch bekannt als Klärchen Schmidt. Und an den Metallstangen im Bild haben wir Turnübungen als Kind gemacht: Rolle vorwärts und rückwärts.“
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