Forst: Stein steht an Triebeler Straße

damals071013_foDer Stein steht an der Triebeler Straße
„Na das war diesmal ganz einfach“, erzählt uns Leser Klaus-Peter Rischbeck am Telefon. „Der Stein steht nach Keune an der Straße nach Groß Bademeusel!“Und Recht hat der passionierte Radfahrer – Diesmal war es Lösung B.
Aber nicht viele Forster scheinen ihre Straßenränder zu kennen. Nicht dazu gehört Wolfgang Schenk. „Der Stein aus Granit steht rund 100 Meter hinter dem Ortsausgangsschild ‘Kreisstadt Forst’. In der Nähe befindet sich der Abzweig Preschener Weg, den ich schon seit den 50er-Jahren kenne. Damals war ich als Stalljunge dort oft unterwegs, um nach Tieren und Pflanzen Ausschau zu halten“.
Auf dem Stein ist zu lesen: „Unterhaltungsgrenze Kilometer 1,196“ Dies könnte anzeigen, dass auf der einen Seite für die Unterhaltung der damaligen Reichsstraße 122 (führte von Cottbus über Triebel nach Sorau und Fraustadt) die Stadt, auf der anderen Seite die Straßenmeisterei 24 des Landkreises Sorau zuständig war. Damit dokumtentiert er wahrscheinlich die ehemalige Kreisgrenze.
Seit 1818 existierte der Landkreis Sorau mit seinen wichtigsten Städten Christianstadt (Bober), Gassen, Pförten, Sorau und Triebel. Der Hauptteil lag auf dem heutigen polnischem Gebiet, Rechts der Neiße gehörte ungefähr das heutige Forst inklusiver aller Ortsteile plus Amt Döbern-Land dazu. Im südlichen Zipfel steckten Tschernitz und Kromlau.
1897 schied Forst dann aus dem Landkreis aus und bildete bis 1945 seinen eigenen Stadtkreis. Dabei beschränkt sich das Stadtgebiet auf das heutige Zentrum, erst 1940 kamen große Teile dazu: Domsdorf, Eulo, Keune, Noßdorf und Scheuno. Damit ist der Stein ungefähr datiert.