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Guben: Bei der Apfelarbeit zugeschaut

Bilder aus der alten Neißestadt Guben | Von | 20. November 2015

Gesucht war in unserer letzten Ausgabe die Crossener Mauer in Guben, einst Teil der Stadtmauer

Gesucht war in unserer letzten Ausgabe die Crossener Mauer in Guben, einst Teil der Stadtmauer

Leser erinnert sich an die Straße Crossener Mauer im heutigen Gubin:
Etwas schwieriger scheint das Rätselbild der vergangenen Woche gewesen zu sein. Dennoch wussten einige Leser wieder die korrekte Lösung. Beispielsweise Arno Schulz per E-Mail. Er schreibt: „Auf dem Ratebild ist die Straße „Crossener Mauer“ (heute in Gubin nicht mehr existent) abgebildet. Das Werbeschild des Schneidermeister Max Kretschmar ist an der Nr. 26 angebracht. Die Straße verlief parallel zum Stadtgraben, auf dem nach der Verfüllung im 19.Jahrhundert, die Straße „Lindengraben“ errichtet wurde.“
Bärbel Koschack teilt folgendes mit: „Das Rätselbild wurde in den 1920er-Jahren in der Crossener Mauer 26 (Haus links) aufgenommen. Das Firmenschild am Haus weist auf Schneidermeister Max Kretschmar hin. Er und seine Frau Clara waren beide als Damen- und Herrenschneidermeister tätig, er seinerzeit sogar zeitweise als Obermeister. Obwohl das Firmenschild undeutlich ist, halfen mir Lupe und Einwohnerbuch auf den Lösungsweg. Die Crossener Mauer (Straße nach der Stadtmauer benannt) führte von der Klosterstraße über die Wollgasse, den Stadthof und die Küstergasse bis zur Königsstraße. So verlief eine der drei Stadtmauern aus dem Mittelalter. Der Name Kretsch-mar führte mich auf eine weitere Spur. Meine Eltern wohnten in der Stadtschmiedstraße Nummer 3, zusammen mit Familie Herbert Kretschmar. Das war der Sohn von Max Kretschmar. Bis heute wohnt seine Tochter in unserer Stadt. Der Bier- und Brauseverlag, der gleich nach dem Krieg in der Uferstraße war (Volkshauspark), wurde von Herbert Kretschmar noch viele Jahre betrieben. Als Kind schaute ich den Frauen bei der Apfelarbeit zu, denn wir wohnten in der Nähe. Als Mitglied des Heimatbundes schrieb Herbert Kretschmar im Heimatbrief (1/96) über seine Lehrzeit bei Gustav Weinberg (Er betrieb mehrere Läden mit Kolonialwaren in Guben.) in der Salzmarktstraße, Ecke Wunschwitzgasse zum Markt. Max Kretschmar wurde 88 Jahre alt und lebte bis 1968 in Guben. Sein Sohn Herbert verstarb im November 2005.“
Auch Familie Menzel aus der Neißestadt liegt goldrichtig: „Handwerksfirmen wie der Schneidermeister Kretschmar sowie Schuhmacher Weise prägten diese Straße. Von der Langen Straße über die Crossener Mauer und den Lindengraben bis zur Schützeninsel mit dem Gubener Stadttheater lag diese Gegend jenseits der Lausitzer Neiße.“
Gewonnen hat dieses Mal Bärbel Koschack.
Herzlichen Glückwunsch!



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