Guben: Kriegerdenkmal auf Wilhelmsplatz

damals_090516_guDie ehemalige Parkanlage war sehr beliebt
Den allseits beliebten Wilhelmplatz erkannten unsere Leser sofort. Bärbel Koschacker erinnert sich, dass „die eigentlich kolorierte Ansichtskarte von 1911 ist. Die Karte ist eingebunden im Kalender: Alte Gubener Ansichten 2004, Monat September, herausgegeben von Andreas Peter. Zu sehen ist das Kriegsdenkmal. Der Platz liegt zwischen Lubst, Wilhelmstraße und Kastaniengraben. Anlässlich der Grundsteinlegung 1873 erhielt er seinen Namen nach Kaiser Wilhelm I. Das Denkmal erinnert an die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870/71. Die Figur, eine Germania, hält einen Lorbeerkranz in der Hand.. 1916 wurde neben dem Denkmal ein russisches Beutegeschütz aufgestellt, das dort bis 1922 stand. Ich habe von meiner Mutter, als sie 17 Jahre als war, ein schönes Foto am Denkmal. Seit 1945 existiert das Denkmal nicht mehr.“
Reiner Ladewig fügt dem hinzu: „Der Wilhelmsplatz, früher Waltersche Wiesen, wurde auf Initiative des Stadtrates Jackeschky aufgefüllt und mit Bäumen bepflanzt. Ihm zu Ehren wurde dort ein Findling aufgestellt, der mit kleinen Steinen umgeben war. Das mit einer Germania-Figur bekrönte Denkmal trug den Spruch: Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Lebenden zum Andenken, den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung. 1872 wurde der südlich befindliche Pelotonplatz zu Ehren der hier in Garnison befindlichen Zwölfer in Spichererplatz umbenannt.“