Guben. Schützenhausinsel mit Theater, Schützenhaus und -brücke bei Hochwasser um 1930

Beide Neißearme wurden zum See / Rätselfoto entstand vier Jahre nach Überflutung der Insel
damals_101211_gu „Eine sehr schöne Ansicht von unserem ehemaligen Theater und der anschließenden Schützenhausbrücke“, schreibt uns Margarethe Kieslich. „Auf Ihre Frage kann ich jedoch nur vermuten, denn es gab sehr viele Hochwasser der Neiße. Ich tippe auf das Jahr 1926, das war ein besonders schlimmes Hochwasser.“
Auch Werner Koschack beschreibt erneut Details der Schützenhausinsel mit Theater, Schützenhaus und Schützenhausbrücke ausführlich: „Das Theater wurde 1874 erbaut, Architekt war Oskar Titz. Im September 1945 wurde das Haus durch Brandstiftung vernichtet. Die Brücke wurde 1923 erbaut, vorher war es eine Holzbrücke. Im Sommer 1926 wurde die Insel von einem außergewöhnlichen Hochwasser heimgesucht. Sie wurde überflutet. Der gesamte Park einschließlich Bootshaus (für Faltboote) standen unter Wasser. Beide Neißearme bildeten einen strömenden See. Um die Insel vor einem weiteren Hochwasser zu schützen, wurde 1927 deren südliche Spitze mit Granitplatten befestigt (siehe Rätselbild). Da die Neiße auf dem Bild wieder einen hohen Wasserstand aufzeigt, könnte die Ansichtskarte 1930 entstanden sein, denn 1930 gab es das nächste Hochwasser, aber nicht mehr so gewaltig wie 1926. Ich persönlich besitze eine Original-Ansichtskarte mit dem gleichen Motiv, datiert vom 23. Mai 1931. Nach 1930 gab es in Guben erwähnenswerte Hochwasser der Neiße, wie beispielsweise in den Jahren 1938, 1958, 1981, natürlich nicht zu vergessen die Hochwasser von 2010, wodurch der Insel zweimal Schaden zugefügt wurde.
Die Theaterinsel, so heißt sie heute, gehört zu Gubin, wurde erst 2009/10 neu gestaltet. Nun muss sie wieder mit viel Geld saniert werden. Somit ist die Theaterinsel bis zur völligen Wiederherstellung gesperrt.“