
1940 gab es in Altmarktnähe 12 Uhrengeschäfte / Häuser 1936 abgebrochen
Das Motiv hat besonders Karl-Heinz Schlodder gefallen, weil es seine Fachgebiete Uhren und Straßenbahn anspricht: „A ist richtig; das Auto fuhr auf der Sprem, zunächst steht es aber vor dem Fachgeschäft Korsett-Wiegand. An dem Haus ist zu sehen, dass die Weiche am Altmarkt schon elektrisch umgelegt wurde.“ Zu Uhrmacher Bär, der nach dem Abbruch des Quartiers 1937 nach gegenüber in die Berliner Straße zog, erwähnt Herr Schlodder: „Es gab mit Bär um 1940 ein Dutzend Uhrengeschäfte in dieser Gegend. Das waren außerdem Fürstenberg am Altmarkt, Hartmann in der Marktstraße, Schulze in der Neustädter, Alex am Neumarkt, Fritz Franke in der Berliner, Franke & Söhne an der Ecke Töpferstraße, Kalz und Opalka sowie Sack in der Sprem, Abeling am Königsplatz und Kahlau in der Bahnhofstraße. Nur Bär und vier weitere hatten (wie im Bild) Außenuhren.“
Josef Kauczor, Karl-Liebknecht-Straße, antwortet fast literarisch: „Fünf vor halb zwei, Anfang Juni 1936. Herr Bär, Inhaber des gutgehenden Uhren- und Schmuckgeschäfts am nördlichen Ende der Spremberger Straße, ist mit seinem Horch angekommen. Die wohlverdiente Mittagspause im heimischen Idyll hat heute etwas länger gedauert: Ein Streit mit der Frau Gemahlin wegen der Kaltmamsell…“ Und er fügt der richtigen Lösung an: „Gratuliere! Ziemlich verzwickte Rate-Aufgabe für einen älteren Ur-Cottbuser! Hätte ich mal meine Mutter gefragt, die damals gerade acht Lenze zählte.“ Wolfgang Kroschel aus der Hainstraße meint: „Das Auto kommt aus der Sprem und führe, wenn es rechts einböge, Richtung Altmarkt. Dann erschiene rechts das Rathaus, dessen Turm hier noch zu sehen ist. Man könnte wohl so auch mit der Straßenbahn fahren, denn die Oberleitung führt auch dorthin.“ Gewonnen hat Josef Kauczor. Herzlichen Glückwunsch!







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