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Max Hanke – Architekt & Sanierer der Kirchen

Bilder aus dem alten Cottbus | Von | 30. Dezember 2022

Oberkirche St. Nikolai mit Blick Richtung Altar

In schwerster Nachkriegszeit entstanden die feinen Gewölbe der Oberkirche – hier aufgenommen beim Krippenspiel am 24.12.22

Auch zu diesem Weihnachtsfest war die Oberkirche St. Nikolai mehrfach zu den Gottesdiensten gut gefüllt. Bewundernd, vielleicht auch ehrfürchtig gingen viele Blicke hinauf zu den herrlichen Stern- und Netzgewölben, deren Rippen sich in jedem Bogen zu einem anderen Muster zusammenfinden. Wann mögen die Meister der gothischen Baukunst das geschaffen haben?
Ältere einheimische Kirchenbesucher wissen: Diese wunderbare Baukunst ist des Werk einfacher Maurer der Cottbuser Baufirma Pabel, die es unter Anleitung des großartigen Baumeisters und Architekten Max Hanke schufen, denn die Kirche geriet nach Ende der Gefechte im April 1945 aus ungeklärten Gründen in Brand, so dass nur die Umfassungsmauern blieben.
Kirchenbaumeister Max Hanke ist am 6. Januar vor 52 Jahren nach tatkräftigem Leben gestorben. Geboren ward er am 1890 in Halle, studiert hat er nach einer Maurerlehre in Darmstadt. Schon ein Jahr nachdem er im hiesigen Stadtbauamt angestellt war, leitete er ab 1910 den Anbau am Stadttheater. Das Eingangsportal des Krankenhauses (1912) trägt bis heute seine Handschrift, und es entstanden Villen, Industrie- und Verwaltungsbauten nach seinen Plänen. Am vielfältigsten aber sind fortan seine Leistungen an Kirchenbauten.
In den Jahren 1913/14 entstand in der Bahnhofstraße das heutige Stadthaus – damals ein kirchliches Vereinshaus. Geplant und gebaut haben es die Architekten Felix Michaelis und Karl Dietrich. Beide fielen 1915 im I. Weltkrieg, und Max Hanke übernahm mit 25 Jahren deren gemeinschaftliches Büro. Neben dem Gemeindekirchenamt in der Gertraudtenstraße arbeitete Hanke nun an dem Bodelschwinghhaus in Sandow und am Gemeindehaus Ströbitz (neben dem auch eine Kirche geplant war, die wegen der Kriegsausbruchs 1939 nicht errichtet wurde).
Den Krieg überlebte Max Hanke. Er kam 1946 aus Gefangenschaft und wandte sich schon bald der zerstörten Oberkirche zu. Ihr Wiederaufbau 1949-70 war eine extreme handwerkliche, mehr wohl noch organisatorische Herausforderung. Es fehlte an Material, an Geld, an allem. Das Wunder gelang dennoch. Max Hanke, hochverehrt von Peter Schuster, der dieser Kirche später die Turmhaube gab, schuf noch Kirchenbauten in Kerkwitz und Lübbenau und restaurierte viele Kirchen (Werben, Papitz u.a.) rund um Cottbus. H.

Weitere Beiträge über das historische Cottbus finden Sie hier!



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