
Marktplatzbrunnen steht heute auf dem Kleinen Markt in Spremberg
Manfred Gnida schreibt: „Gut zu erkennen ist ein Teil der Ostseite des Spremberger Marktplatzes, die Einmündung zur damaligen Forster Straße sowie ein Teil der Nordseite mit den Wohn- und Geschäftshäusern sowie den Hotels und Restaurants. Markante Punkte auf dem Marktplatz waren die im Vordergrund sichtbare Pumpe sowie ein in der Mitte befindlicher Kandelaber. Letzterer befindet sich noch heute an diesem Ort. Allerdings erfolgten in den Jahren Neugestaltungen. Die abgebildeten Häuser und auch die der Südseite wurden leider 1945 Opfer des Zweiten Weltkrieges. Heute pulsiert wieder das Leben rund um den Markt. Auch der vor dem Rathaus stehende Brunnen hat seine eigene Geschichte. Anfang des 20. Jahrhunderts erfüllte er eine wichtige Rolle in der Stadt. Als noch keine Wasserversorgung über Wasserleitungen erfolgte, konnte man auf Grundstücken und öffentlichen Orten Wasserpumpen vorfinden, welche über Brunnen aufgestellt waren. In der Wohnsiedlung Trattendorfer Hof konnte man solche Pumpen noch lange sehen.
Der Brunnen auf dem Markt wurde 1930 vom Zeitungsverleger Max Saebisch gestiftet, dessen Verlagshaus am linken Bildrand der Nordseite stand. Durch Sanierungsarbeiten am Marktplatz erfolgte schon nach vier Jahren im Jahr 1934 eine Umsetzung auf einer Freifläche vor dem damaligen Finanzamt, der heutigen Polizeiwache. Hier war er viele Jahre seinem Schicksal überlassen und fand wenig Beachtung. Historisch war dieser Brunnen von Bedeutung und so erfolgte eine Restaurierung. Am Kleinen Markt neben dem Bürgerhaus bekam er einen neuen Standort. Gern werden Erinnerungsfotos von Touristen und Hochzeitspaaren am im Jahr 2008 eingeweihten Brunnen gemacht.“
Helga Reichstein vermutet, dass das Marktplatzfoto in den 20er- Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgenommen wurde.
Ein gerahmtes Foto gewonnen hat Manfred Gnida.
Herzlichen Glückwunsch!






