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Spremberg: Luftbild mit Finanzamt

Bilder aus dem alten Spremberg | Von | 1. November 2008

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Luftbild 1930 mit Finanzamt

Das Luftbild von 1930 hat scheinbar nur wenige Erinnerungen bei unseren Lesern geweckt. Hans-Joachim Nevoigt schrieb uns: „Wieder eine sehr alte Luftbildaufnahme eines Teiles der Altstadt von Spremberg. Das markante Gebäude ist das Finanzamt am neuen Flusslauf der Kleinen Spree. Der Flusslauf verlief vorher etwa so, wie die heutige Kantstraße. Das Finanzamt war 1922 noch am Markt 13/14. Der Seabisch-Brunnen steht auf dem Bild noch nicht am Grünen Fleck, der kam erst 1934 dort hin. Die Kleingartenanlage ‘Ölsträucher’ ist auch noch nicht entstanden. Die Friedenseiche von 1871 nach dem deutsch-französischem Krieg hat schon eine große Krone. Das Rathaus ist auf dem Foto auch noch nicht umgebaut, was erst 1934 bis 1936 erfolgte.
Das Finanzamt-Gebäude hat auch schon so seine eigene Geschichte: Nach Kriegsende wurde es Kommandantur der sowjetischen Besatzungsmacht. Die erste Dienststelle der Russen war bei Bäckermeister Huhn an der Ecke Karl-Marx-Straße/ Geschwister-Scholl-Straße. Zu DDR-Zeiten wurde es Volkspolizei-Kreisamt. Heute ist dort auch wieder eine Polizei-Dienststelle.
Am Standort des heutigen ‘Bürgerhauses’ kann man die alte Bebauung noch gut erkennen. Von der Ecke Schloss-Straße/ Rosengasse waren folgende Geschäfte zu finden: das Feinkostgeschäft Nowak und Rümenapp-Bekleidung waren in der Nr. 9, danach kam das Konzertlokal mit Barbetrieb und Damenkapelle Paul Michaelis Nr. 7/8, der Uhrmachermeister Hubert Handrick war in der Nr. 6 und der Sattlermeister Georg Püschel in der Nr. 5. Das Haus Nr. 4 war der Gemüseladen von Franz Uzdil. Alle diese Häuser waren ausgebrannt, die Hinterhäuser standen noch und waren bewohnt. Die Töpferstraße mit ihrem Hausbestand wurde ebenfalls bis zur Kantstraße total abgerissen. Die linke Seite der Aufnahme von der kleinen Spree bis zur Schlossstraße und Forster Straße wurde ebenfalls platt gemacht – ohne Rücksicht auf die noch vorhandene Baustubstanz.
Große und gute Wohnhäuser mussten fallen, um den Plattenbauten Platz zu machen. Privatinteresse war eben nicht gefragt. Stehen geblieben sind nur Blumen-Winkler, der ganz schnell wieder nach einem Brand aufgebaut wurde, Foto-Franke und der Fleischer Schulze.“ Herzlichen Dank!



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