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Straßenbahn in Guben – Zum Apfelfest zwei Beiwagen mehr

Bilder aus der alten Neißestadt Guben | Von | 29. Juli 2022

Straßenbahn in Guben in schwarz-weiß

Die Straßenbahn gehörte zu Guben.

Die Bildqualität – zugegeben – ist nicht die beste. Solche raren Motive sind heutzutage meist nur als Kopie von Kopien zugänglich. Als Dokumente erinnern sie daran, dass größere Städte auch in der Lausitz früh über umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Nahverkehr nachdachten. Da war die Straßenbahn im Vorteil.

Klar und knapp schreibt Jens Pumpa aus Cottbus: „Die Inbetriebnahme der Gubener Straßenbahn erfolgte am 24. Februar 1904. Sie fuhr bis 1938 durch das Stadtzentrum (heute Gubin) bis zum Bahnhof. Die allerletzte Fahrt mit geschmückten Wagen fand am 8. Juni 1938 statt. Die Strecke war und in Meterspur angelegt. Sie begann am Staatsbahnhof und führte über die Bahnhofstraße, wo sich das dreigleisige Depot befand, zur Frankfurter Straße. Dann überquerte sie die Neiße und durchzog die engen Straßen der Altstadt bis zur Lubstbrücke. 1928 wurde, zunächst als Ergänzung der Straßenbahn, der Omnibusverkehr aufgenommen. Die Busse verdrängten schließlich die Straßenbahn.“

Gubener "Straßenbahn" heute

Gäste können sich noch heute per „Straßenbahn“ zu einer Feier bringen lassen Foto: A. Schulz

Auch Klaus Reiter aus Cottbus erkannte die Gubener Elektrische: „Die Inflation war so rasant, dass Ende 1923 eine Fahrt bis zu 80 Milliarden Mark kostete. Nach dieser Zeit löste der Busverkehr die Straßenbahn ab. Sie hatte bis dahin 54 Millionen km zurückgelegt, am 22.9.1919 stiegen die meisten Leute ein, nämlich 7000, am 20.10.1923 mit 359 die wenigsten.“ Gert Richter aus Alt-Deulowitz schreibt: „Das Bild entstand zwischen 1904 und 1938, denn so lange fuhr die Gubener Straßenbahn. Bereits im April 1899 wurde mit einer Breslauer Firma ein Vertrag zu ihrem Bau geschlossen. Erst im März 1903 beschlossen die Stadtverordneten den Bau eines Elektrizitätswerks; Ende 1903 war Inbetriebnahme. Die Länge der Bahn betrug 2,442 km. Die Strecke war eingleisig und hatte 4 Ausweichstellen. Sechs nummerierte Triebwagen mit je zwei Motoren á elf kW bewältigten den Betrieb. Zur Baumblüte wurden zusätzlich zwei Beiwagen eingesetzt.“
Auch der Gubener Arno Schulz freut sich über den Triebwagen der Gubener Straßenbahn: „Die verkehrte bis 8.7.1938 vom Bahnhof bis Lubstplatz. Die Strecke war nur 2,5 km lang. Ursprünglich sollte sie vor Ausbruch des ersten Weltkrieges verlängert werden, leider kam es dann anders. Ein Nachbau erfreut sich zu besonderen Anlässen großer Beliebtheit, allerdings ohne Gleise auf Luftreifen und mit Dieselantrieb.“
Rainer Wollmann vom Tannenweg aus Hänchen weiß: „Da Guben 1900 ca. 33 000 Einwohner hatte, wurde über eine Verbindung vom Zentrum zum abgelegenen Bahnhof nachgedacht. Von den Planungen1899 bis zur Inbetriebnahme vergingen fünf Jahre. Das notwendige Elektrowerk ging im Dezember 1903 in Betrieb.“

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