Alle in der Halle

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König Fußball regiert in der Halle. Die schnellen Turniere faszinieren Aktive und viel Publikum. Auch andere Sportarten ziehen in diesen Wochen unters Dach. Aber die Schatzmeister der Vereine stöhnen unter der Last der Kosten. Die werden in diesem Jahr – nicht nur in Cottbus – stärker als bisher aus den Kommunen auf die Vereine umgelegt. Bedeutet das Wegfall von Trainingszeiten und gar den Ruin mancher beliebten Sportveranstaltung? Hinter den Bollerbanden in der Lausitz Arena und andernorts wird jetzt heftig darüber diskutiert.
Klar wird allen, dass Vereinssport immer seltener „für lau“ zu haben ist. Die Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen decken die Kosten der Erhaltung der Sportanlagen, die Betriebskosten und die Ausgaben für Fahrten, Schiedsrichter und eben Hallen längst nicht. Von Entschädigung für die Arbeit der Trainer und Betreuer gar nicht zu reden. Sportarten, die gänzlich auf Hallen angewiesen sind, haben es besonders schwer.
So lange die Kommunen über Mittel verfügten, gab es Zuschüsse. Aber die Lage verschlechtert sich. Begrenzt bleiben auch die Möglichkeiten der Sponsoren, die nur helfen können, wenn ihre Wirtschaftstätigkeit zu Gewinnen führt. Da sich aber öffentliche Investitionen reduzieren, engt sich dieser Spielraum ein.
Die Lösung hat, wie so oft im Leben, mit Intelligenz zu tun. Es gilt, die wirtschaftlichen Netzwerke enger zu flechten. Aufträge müssen in der Region bleiben. Jeder einzelne soll Leistungen nicht mit „geilem Geiz“, sondern fair am Ort beziehen.
Leben und leben lassen ist ein Grundsatz, der auch Hallen öffnet. Und über Beiträge in Vereinen, die keinen ausschließen, muss geredet werden.