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Bombenstimmung

Kommentare | Von | 31. Mai 2024

Eine Woche vor für uns alle so wichtigen Wahlen illustriert unsere Städte und Dörfer die Bilderwelt einer lebendigen Demokratie. So viele Menschen werben für ihren Willen und ihren Weg zu guter Gemeinschaft! Neben bekannten Parteien treten unterschiedlichste Bürgerinitiativen ideenreich ins kommunalpolitische Rampenlicht. Das Herz geht auf bei so viel Lust zum Mittun, doch der Atem stockt, wo deutscher sozialdemokratischer Europawahnwitz aufbricht. Die Kölnerin Katarina Barley, seit 2015 bis 2019 zur SPD-Generalsekretärin und dann zur Bundesministerin dreierlei Ressorts aufgestiegen, nun erneut Spitzenkandidatin für das europäische Parlament, will die Atombombe für Europa! Das geht sogar der lärmenden liberalen Rüstungslobbyistin Agnes Strack-Zimmermann zu weit. Sie warnt vor solcher Zündel-Kompetenz. Was ist nur in diese Führungsfrauen gefahren! Anstatt alles dafür zu tun, dieses Dreckszeug weltweit zu ächten, gieren sie nach dem Zugriff auf den „Roten Knopf“. Um Gottes Willen! Das ist nun kein Spaß mehr, aber die rhetorischen Blasen, die sich seit Februar um das Thema blähen, drohen alle Vernunft zu vernebeln. (West-)Deutschland sitzt schon seit 1955 auf US-Atombomben. 7 300 Stück davon lagern derzeit in Europa, und aktuell zwei Kriege am Rande des Kontinents machen diesen Bestand gefährlicher denn je. Wir Lausitzer können nur schrecklich wenig tun, das Spiel mit dem Teufel zu vereiteln. Ob die „richtige Wahl“ auf dem Europa-Zettel da zu helfen vermag, bleibt offen. Vielen Menschen hier macht diese Bombenstimmung jedenfalls Angst. Vertrauen in Europa sieht anders aus. Vertrauen aber verdienen viele der Männer und Frauen, deren Bilder von Großplakaten und Bildern an Lichtmasten lokal auf uns schauen. Ihnen wächst, falls die Wahl sie trifft, keine den Menschenverstand benebelnde Macht zu, sondern nichts als Arbeit. Arbeit fürs Gemeinwohl, entschädigt bestenfalls mit ein paar Euro für den Zeit- und Nebenkostenaufwand. J.H.



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