Im Cottbuser Spreeauenpark geht es an diesem Sonnabend sehr sportlich zu. „Olympiade der Retter“ heißt treffend der flotte Untertitel der Landeswettkämpfe der Johanniter. 1 500 dieser modernen Ritter reisen aus ganz Deutschland an, 400 lassen (Kunst-)Blut und echten Schweiß in spannenden Staffeln fließen. Zuschauer sind heute ab 10 Uhr willkommen – zum Anfeuern, zum Staunen, vielleicht auch, um wieder etwas dazu zu lernen über die Vielfalt unseres modernen Lebens. Und das dann ausgerechnet aus märchenhaft anmutender Ritterzeit.
Im Johanniterorden verschmelzen Tradition und Zeitgeist zu jedermanns Nutzen. Wenn heute junge, fröhliche Nothelfer im herrlichen Park um Punkte und Sekunden hetzen, steht dahinter tatsächlich jener Nothilfegedanke – liebe den Nächsten wie dich selbst – vom Anfang des frommen Ordens. Der entstand in Jerusalem, noch ehe die Kreuzfahrer dort eintrafen. Sie brachten den ritterlichen Geist nach Europa, wo die Johanniter heute zu den größten Hilfsorganisationen gehören.
Und noch etwas gehört neben dem Glaubensbekenntnis zum Hintergrund des heutigen kunterbunten und lebensfrohen JUH-Bildes (Johanniter-Unfall-Hilfe): das weite Feld des mildtätigen Förderns und Spendens. Schnelle und sichere Hilfe in Not braucht heute modernste Technik bis hin zu Hubschraubern, die große Entfernungen bis zu Kliniken überwinden. Das kostet. 1,3 Millionen Fördermitglieder haben die Johanniter in Europa – und auch hier in Cottbus und in der Lausitz viele ständige Spender. Sie gehören heute am Nachmittag sozusagen als gute, unsichtbare Geister mit auf die Siegerpodeste. Ein herzliches Dankeschön allen!







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