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Geprägt vom 8. März - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Geprägt vom 8. März

5. März 2011 | Von | Kategorie: Kommentare |

Geprägt vom 8. MärzWir haben das Ampelmännchen und den grünen Pfeil, und wir haben auch den 8. März. Wir, die Ostdeutschen, haben natürlich auch noch viel mehr in die wachsende Einheit eingebracht. Aber jetzt zum Märzanfang ist es die Rolle der Frau, über die wieder mal geredet wird.
Männer oder Frauen – wir hier in der Lausitz sind gleichermaßen geprägt von diesem 8.-März-Gedanken. Gleichberechtigung ist das Schlagwort, und wir erinnern uns nicht nur an Blumen in Staniol und lange Schlagen an den Blumenläden, sondern auch an Frauenförderung, Frauensonderstudium, Chefinnen in den Produktionsabteilungen. Auch viele, viele Kinder gehören ins Erinnerungsbild und Kindereinrichtungen, die ab 6 Uhr offen und erst am späten Abend wieder zu waren. Die Mütter keulten vollbeschäftigt, kaum seltener als heute alleinerziehend und irgendwie immer auch unterwegs, den Einkauf, der damals „Besorgen“ hieß, zu meistern.
Nicht alles war gut in dieser Ost-Gleichberechtigung, und doch hat sie ein Zusammenleben geprägt, in dem das Bild vom „Heimchen am Herd“ nur aus dem Westfernsehen bekannt war. Immer wieder fabulieren an heutigen Männer-Wirtschaftsstammtischen West-Manager mit Erstaunen über die „tollen Ingeneurinnen“ und kompetenten Fachfrauen aus den Ostbetrieben. Die haben zudem alle auch Kinder großgezogen.
An klugen, gut ausgebildeten Frauen mangelt’s auch in den nachgereiften Jahrgängen nicht. Allerdings sind Kinder von Akademikerinnen oder Führungsfrauen eine Rarität. Da ist irgendetwas ganz gründlich schief gelaufen. Auch deshalb bleiben Frauenwochen so wichtig. Wenn’s sein muss, auch um den 8. März.  Jürgen Heinrich




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