
Kurz innehalten. Mal hinhören, was andere sagen. Das Hamsterrad langsamer drehen. Ja, das sollte gehen.
Da gibt es dann manchmal solche Sätze, die bleiben hängen und sind immer wieder da.
In der letzten Zeitung stand solch ein Satz. Nicht dem weisen Alter entsprungen, sondern von einem jungen Mann ganz unpathetisch, fast beiläufig hingesprochen. Ein erfolgreicher Student dieser Lausitzer Uni war das, der mit einem Auslandsstipendium ausgezeichnet wurde. Sein Kommentar. In Zeiten von Donald Trump, Brexit und AfD ist es wichtig, seinen Blick zu weiten.
Das ist nicht philosophisch, das ist technisch. Kein Drumherum, sondern kurz und klar: Analyse und Schlussfolgerung. Schlussfolgern nicht für andere, sondern für sich selbst, für das eigene Handeln.
Sie lernen viel, unsere Studenten, und das macht Mut. Sie stellen fest, ohne vernichtend zu verurteilen. Es gibt dies alles – den Trump, die EU-Skepsis, die Alternativ-Suche. Aber muss sich jemand gerade diesen in medialer Permanenz deklinierten Themen unterwerfen? Gibt es nur diesen Weg in den Tunnel, ohne Blick nach links und nach rechts?
Saure Wochen, frohe Feste – dieses Begriffspaar hat schon Goethe bemüht. Es will sagen, dass normal ist, dass nicht immer eitel Sonnenschein herrschen kann. Aber niemand soll sich in das Sauersein vertiefen oder steigern, gar im Tunnel verweilen. Es kommt auf den Weitblick an, wenn das Detail gelingen soll. Auf das Hinhören und Nachklingen lassen. – Trump, Brexit, AfD. Drei Begriffe der Negation.
Für einen jungen Studenten aus Cottbus keine Option. Er reist studierend und gefördert nach England.
Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de







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