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Kommentar - Märkischer Bote
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Kommentar: Generationswechsel

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Kommentar: Generationswechsel

1. Oktober 2021 | Von | Kategorie: Kommentare |

In der Lausitz laufen die Dinge manchmal anders. Während deutschlandweit und auch hier bei uns jeder dritte Wähler zur Gruppe Ü 60 gehört und die 18- bis 29-Jährigen nicht einmal 15 Prozent ausmachen, ist das Ergebnis keinesfalls tattrig und müde. Jung und dynamisch war angesagt und setzte sich durch. Für das OSL-Gebiet rückt der sportliche Hannes Walter (SPD, Jg. ‘86) aus Massen bei Finsterwalde in den Bundestag, Maja Wallstein (SPD, Jg. ‘86) machte mit breiter gesellschaftlicher Unterstützung in Cottbus/Spree-Neiße das Rennen ganz knapp vor dem Gubener Daniel Münschke (früher SPD, seit 2013 AfD), der mit seinen 41 Jahren im politischen Geschäft auch noch zur „jugendlichen“ Fraktion gehört.
Mit Prozente-Rekord für die Lausitz-Liberalen trumpfte die in Forst lebende Cottbuserin Laura Schieritz, inzwischen verheiratete Staudacher, auf. Gerade einmal 23-jährig, holte die Vorsitzende des FDP-Kreisverbahndes Lausitz 9 Prozent der Erststimmen und freut sich über ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen; das gab es selbst zu Jürgen Türks Zeiten, der von 1990 bis 2005 als Kolkwitzer im Bundestag arbeitete, nie.
Im Chaos der Bundes-CDU ging hingegen der Cottbuser Kandidat Markus Niggemann mit fleißigem, allerdings volksfernen, C-betontem Wahlkampf unter. Mancher freut sich darüber, denn ein guter Mann bleibt so der Stadt und ihren Aufgaben erhalten.
Abgesehen von Christian Göhrke (Linke, 59) der als Auswärtiger über die Hintertür ins Parlament einzieht, hat aus hiesiger Sicht ein Generationswechsel bei den Parlamentariern stattgefunden. Das gibt Zuversicht, aber es ist ein dünnes Polster an der Schwelle zum längst nicht sicheren wirtschaftlich Umbruch dieser Region. Nur zwölf Abgeordnete vertreten die beiden Lausitzen mit ihren Zukunftssorgen im neuen Deutschen Bundestag. Jeder sollte ihnen, die sich Last zutrauten, fortan den Rücken stärken. J.H.

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