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Kommentar: Osterglocken

Kommentare | Von | 2. April 2021

Nun hat sich also die Natur reich geschmückt für das große Fest des Frühlings, für das christliche Fest der Auferstehung. Überall im Land werden die Osterglocken ihren Klang weit hinaus schicken zum Lobe des Herrn und dieses Wunders.
Im profanen Bereich unseres bedrückender gewordenen Lebens lassen wirkliche Wunder auf sich warten. Vielmehr geben die Ereignisse endlos Anlässe, sich zu wundern. Wieder ist der ohnehin schleppende Impfablauf unterbrochen worden, wieder hören zunehmend besorgte Menschen fortgeschrittenen Alters fassungslos, dass alles doch recht gut gelaufen sei und die Regierenden Respekt verdienen. Aber niemand vermag zu sagen, wie jemand auf normalem Wege, also ohne tagelange Anrufversuche oder Beziehungen, zu einem Impftermin käme. Die Hausärzte sollen es nun mit einem vorbelasteten Impfstoff richten, und es würde nicht wundern, wenn die sich damit den Schwarzen Peter zuzögen, den die Politik dann erst einmal los wäre. Ihr bleiben genug Gelegenheiten, sich mit den Schul- und Kita-Tests zu blamieren. Vielleicht haben die Cottbuser Kommunalpolitiker die beste Lösung gefunden – sie haben ihre Tätigkeit einfach gänzlich eingestellt. So passiert nichts. Auch nichts Falsches. Häschen meint: Das kann so bleiben. – Womit wir wieder bei Ostern wären. Wer Augen hat und sehen will, bemerkt an die vielen geschmückten Ostersträuchern in Gärten und Vorgärten, dass die Menschen sich auf das Fest freuen. In den wendisch geprägten Gegenden werden Ostersemmeln gebacken und gemeinsam mit gefärbten Eiern als Patengeschenke verteilt. Viele dominante Bräuche, wie etwa der Kirchgang oder das fröhlich Waleien, bleiben diesmal womöglich auf der Strecke. Immerhin ist die Gelegenheit zum Osterwasserholen am frühen Sonntagmorgen günstig. Längst hat es doch vielen die Sprache verschlagen – und so wird’s wenigstens kein Quasselwasser. J.H.

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