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Kupfer wird zum Bodenhüter

Kommentare | Von | 1. Dezember 2012

kommentar_m_klinkmuellerIst die Mitarbeiterentlassung beim Spremberger Bergbauunternehmen KSL, das Kupfererz abbauen will, ein Rückschritt, ein kürzer oder ein auf der Stelle treten? Es läuft jedenfalls nicht rund beim Lausitzer Hoffnungsprojekt. Vier Worte des KSL-Geschäftsführers Thomas Lautsch geben zu denken: „Ich weiß es nicht“. Das ist seine Antwort auf die Frage, wann der Abbau in Spremberg beginnen wird. Eine ehrliche Antwort und zugleich eine, welche zeigt, auf welch wackeligen Füßen das Kupferabbau-Projekt steht. Sicher, es war immer klar, dass der seidene Faden, an dem alles hängt, der Kupferpreis ist. Sinkt dieser, sinkt auch das Investoreninteresse den Kupfer zu fördern. Eines war aber auch immer klar: in den Kupfer setzen viele Menschen der Region ihre Zukunftshoffnung. Zu einer Informationsveranstaltung im Juni im Spremberger Hotel Georgenberg kamen Eltern und Großeltern, die eines wissen wollten: haben ihre Kinder und Enkel eine berufliche Zukunft dank des Kupfers? Die Antwort ist mit der Entlassung der KSL-Mitarbeiter schwieriger denn je. Niemand kann sicher sagen, wann und ob der Kupferabbau in Spremberg beginnen wird. Sicher ist nur, dass alles länger dauern wird, als erhofft. Bislang hat die KSL Muttergesellschaft Minera S.A. 30 Millionen Euro in das Kupfer-Projekt investiert. Doch durch das, was die Experten Verwerfungen am internationalen Finanzmarkt nennen, kann der Spremberger Kupferabbau auch zur Investitionsruine werden. Eltern und Großeltern wird diese Ungewissheit nicht schmecken. Der Gedanke, dass das Kupfererz unter Spremberg zwar kein Laden -aber ein Bodenhüter werden kann, muss erst im Kopf verwurzelt werden. Mathias Klinkmüller



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