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Schwere Zeiten

Kommentare | Von | 15. Dezember 2023

Es gibt die Momente, da flammt Hoffnung auf, es könne doch noch alles gut werden. Mittwoch nach Sandmann-Zeit etwa an der Klein-Ströbitzer Schranke. Eigentlich hätte die nicht zu sein dürfen, aber dann kam außerhalb des Fahrplans und auch nicht sehr schnell ein ICE Richtung Cottbuser Hauptbahnhof – der Zug offenbar für den Testbetrieb in der neuen Super-Bahnhalle. In den Abendnachrichten folgte gleich die Botschaft, dass Geld bereitstehe für den zweispurigen Ausbau der Strecke Cottbus-Lübbenau im Jahr 2027, die Voraussetzung für das Cottbuser Anschleichen an den Speckgürtel durch einen 30-Minuten Zug-Takt Cottbus-Berlin.
Glücksuchende niederlausitz-egoistische Weltsicht. Aber Strom-, Gas- und Heizkosten werden für jeden Haushalt kommendes Jahr enorm steigen, kalkuliert die Ampel ein, um ihre Miss- und Kriegswirtschaft gegen den Willen des Volkes forttreiben zu können. Ist Politik generell verkommen? fragt sich da der Betrachter.
Nicht ganz, offenbar. In weniger abgehobenen Regierungskreisen des Ländchens Brandenburg haben Ministerpräsident, Minister und Staatssekretäre eben Verzicht auf die ihnen – zumindest theoretisch – zustehende Inflationsausgleichsprämie geschworen. Beschäftigten im öffentlichen Dienst soll die Last schwerer Zeiten gemildert werden. Sie bekommen ab Februar 5,5 Prozent mehr Gehalt und außerdem eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro. Schön für sie, aber nicht für Rentner oder sonst wo Beschäftigte. So sehen das wohl auch die bestbezahlten Regierenden und verneinen für sich in Scham die ungerechte Gabe. Geld, so Finanzministerin Katrin Lange, gehöre „in Zeiten deutlich gestiegener Lebenshaltungskosten vorrangig in untere Einkommensgruppen.“ Erwähnter Spitzen-Verzicht habe in Brandenburg schon Tradition. Gut so, aber das verbessert nichts an der Lage, beruhigt höchstens die bedrückten Gewissen. Und dann flammt Hoffnung auf, es könne doch noch alles gut werden… J.H.



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