Wir haben die Wahl

H_kommentar_wpDie Lichtmasten hängen voller Bilder, an Kreuzungen stehen die Europaflächen. Zu zwei, drei oder mehr Wahlen sind wir diesen Sonntag aufgefordert.
Politisch Interessierte haben natürlich ihre Entscheidung getroffen, wo sie der langen Europa-Liste ihr Kreuz geben. Wer nach den Namen sucht, die er von Talkshows im Ohr hat, sollte zeitig zum Wahllokal gehen; es gibt viel Kleingedrucktes zu lesen.
Übersichtlicher sind die Scheine für Stadtverordnete, Kreistag und Gemeindevertretungen. Vor allem stehen hier Namen, mit denen der eine oder andere etwas anfangen kann. Wer an diversen Podien gelauscht oder unsere Zeitung aufmerksam gelesen hat, wird viel Unzufriedenheit mit agierenden Kräften bemerkt haben. Es liegt an uns, die Falschen abzuwählen. Gehen nur wenige Leute wählen, bleiben die im Amt, die wir nicht wollen. In aller Regel.
Aber oft genug berichten wir über Ereignisse, die ganz in unserem Sinne laufen. Von Bemühungen, die in die richtige Richtung gehen. Kommunalwahlen sind vor allem geeignet, den Machern, die uns gefallen, den Rücken zu stärken.
Unter uns: Nichts ist am Sonntag wichtiger, als zu diesen Wahlen zu gehen. Für die richtige Europa-Entscheidung, aber auch dafür, dass in der Kommunalpolitik Leute eine Chance bekommen, die mehr drauf haben, als in der Nähe lokaler Macht zu kokettieren und dabei ein paar eigene Vorteile zu hinterfüttern. Schauen Sie genau, wo Sie drei Kreuze machen. Und vielleicht bedenken Sie sogar schon diesen Sonntag, dass ein guter Gewinner auch künftig Ihr Partner wird. Er schafft nämlich nichts ohne Unternehmen, Vereine, Leute in Wohngebieten. So ist das lokal.


Kommentare

Ein Kommentar zu „Wir haben die Wahl“

  1. Wählen gehen ist für mich Bürgerpflicht, aber vorher heisst es, den eigenen Kopf einschalten. Und nicht immer den Verlautbarungen der Medien vertrauen. Bei Jürgen Heinrich klingt durch, dass neue Volksvertreter das Vertrauen erhalten sollten. Doch sind die kompetenter, weniger machtbesessen als einige vertraute Gesichter? Bei der Europawahl ist für mich klar, dass keine Partei meine Stimme erhält, die Auslandseinsätze der Bundeswehr und Rüstungsexporte unterstützt. Bei den Kommunalwahlen gebe ich denen meine Stimme, deren Denken und Handeln ich unterstütze. Sie müssen volksnah sein und wissen, was der Wähler von ihnen erwartet.

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