Das sind wundervolle Leute, die sich in allen Städten, auch in manchen Dörfern und nun schon wochenlang in Cottbus auf Straßen und Plätze stellen und der Weihnachtsstimmung dienen. Wir haben schöne Weihnachtsmärkte erlebt in diesem Jahr, auch wenn noch häufig Kritik zu hören bleibt. Wir sind hier nicht das wohlhabende Dresden oder Nürnberg, sondern die sehr viel bescheidenere Lausitz. Eigentlich haben Christkindel- oder eben Weihnachtsmärkte hier kaum eine Tradition. Aber die Freude an gemütli-cher Stimmung und auch die drük-kende Notwendigkeit, Handel durch geeignete Ideen zu beleben, hat die Märkte gefördert. Man mag bedauern, dass Weihnachten vielfach nur als Konsumrausch wahrgenommen wird – die zunehmend wirklich weihnachtlichen Märkte sind ein akzeptabler Kompromiss. Spätestens an lebhaften Wochenenden, wenn vor allem den kleineren Kindern die Bäckchen glühen vor Aufregung im Getümmel, fällt uns ein, dass uns selbst die viel bescheideneren Weih-nachtsmärkte der Kindheit in den 40er, 50er, 60er und auch noch 70er Jahren doch liebe Erinnerungen geblieben sind.
Sicher, die Welt hat sich verändert. Die Phantasie aber hungert in alter Weise. Und wir alle können sehr viel tun, unsere Weihnachtsmärkte zu ent-wickeln. Ganz einfach: Wir feuern die Kataloge in die Ecke und kaufen Nussknacker, Räuchermännchen, hübsche Engelchen, Lebkuchen, Schokolade und vieles andere wirklich auf dem Weihnachtsmarkt. Auf unserem Weihnachtsmarkt. Hier ist alles ein bisschen teurer, klar. Aber wir faseln dann nicht nur von Weih-nachtswichteln, sondern würdigen die Arbeit der vielen Leute, die in windigen Buden sicher nicht reich werden. Danke diesen wunderbaren, fleißigen Menschen! J.H.





