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Leserbrief: Je später der Kohleausstieg, umso mehr Wasserprobleme - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Leserbrief: Je später der Kohleausstieg, umso mehr Wasserprobleme

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Leserbrief: Je später der Kohleausstieg, umso mehr Wasserprobleme

5. Februar 2021 | Von | Kategorie: Leserbriefe, Personen |

Leserbrief: Je später der Kohleausstieg, umso mehr Wasserprobleme

Dipl.-Ing. (FH) René Schuster von der Umweltgruppe Cottbus schreibt |  Foto: privat

Dipl.-Ing. (FH) René Schuster von der Umweltgruppe Cottbus schreibt uns zum Artikel „Kohleausstieg bedroht viele Flussläufe“ vom 30. Januar:
In seinem Beitrag suggeriert Prof. Neumann, man müsse Tagebaue länger betreiben, damit die Spree nicht trocken fällt. Fakt ist: Mit jedem Tag weiterem Kohleabbau wird das Grundwasserdefizit in der Lausitz größer.
Ja, zwischen Schließung der Tagebaue und Abschluss des Grundwasseranstieges gibt es einen Engpass für den Durchfluss in der Spree – aber bei jedem jemals diskutierten Ausstiegsdatum!
Die Wasserprobleme sind letztlich umso größer, je später der Kohleausstieg stattfindet: Längerer Tagebaubetrieb vergrößert das aufzufüllende Grundwasserdefizit und löst mehr Eisen und Sulfat aus dem Untergrund. Die Kraftwerkskühltürme sorgen dafür, dass etwa ein Drittel des abgepumpten Grundwassers nie in den Flüssen ankommt.
Je mehr Kohle verbrannt wird, desto größer werden auch die Restlöcher und deren Verdunstungsverluste – ein Problem, dass die Spree nicht für Jahrzehnte, sondern jahrhundertelang belastet. Und je später wir versuchen, das Defizit aufzufüllen, umso mehr wird der voranschreitende Klimawandel das erschweren. Tagebaue länger zu betreiben, um die Spree länger mit Grubenwasser zu füllen, wäre deshalb reine Augenwischerei.“

Weitere Beiträge aus unserer Region finden Sie hier!




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