Alternative Medizin: Natürlich heilen

150411gesundheit
Komplementärmedizinische Behandlungsmethoden wie Naturheilverfahren, Körpertherapieverfahren sowie Homöopathie und Osteopathie stellen eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Medizin dar und helfen Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen F.: Rossmann

Akupunktur, Homöopathie und Entspannungsverfahren ergänzen klassische Medizin:
Region (C.B.). Ob Naturheilkunde, Akupunktur oder Homöopathie: Die alternative Medizin kann die Schulmedizin sinnvoll ergänzen. Es gibt eine Vielzahl von Therapien – von Kneipp bis hin zur traditionellen chinesischen Medizin. Gerade bei leichteren Erkrankungen oder bei chronischen Krankheiten vertrauen viele Menschen auf alternative Methoden. Diese können die klassische Medizin ergänzen, manchmal sogar ersetzen.
Die alternative Medizin wird auch als Komplementärmedizin bezeichnet (komplementär = lateinisch für Ergänzung). Diese Bezeichnung ist treffender, weil die Verfahren in vielen Fällen keine reine Alternative, jedoch eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin sind oder in klassische Therapien integriert werden können. In diesem Fall kann auch von integrativer Medizin gesprochen werden.
Zu den komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden gehören vor allem Naturheilverfahren, Körpertherapieverfahren, einige Entspannungsverfahren und Behandlungs- methoden wie Homöopathie und Osteopathie. Klassische Naturheilverfahren verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Die Behandlung kann vielseitig sein und beinhaltet neben der Pflanzenheilkunde auch Elemente der Ernährungs-, Bewegungs-, Ordnungs- und Hydrotherapie. Bei letzterer kommt kaltes und warmes Wasser zur Anwendung, zum Beispiel nach Kneipp.
Die chinesische Medizin geht davon aus, dass der Mensch krank ist, wenn das „Qi“ nicht fließen kann, sprich wenn der natürliche Fluss der Dinge gestört ist. Der Heilpraktiker ist daher ein guter Beobachter: Er interessiert sich für scheinbar unwichtige Details wie die Art des Pulses des Patienten, seine Hautfarbe, sein Geruch, seine Muskelspannung oder seine Zunge. „So steht in der chinesischen Medizin immer der ganze Mensch mit seiner Umwelt und Lebenssituation im Mittelpunkt und nicht ein isoliertes Symptom“, erklärt Heilpraktikerin Magarete Schmäcke.
Ein fester Bestandteil der chinesischen Medizin ist die Akupunktur, die vor mehr als 2 000 Jahren in China entwickelt wurde. Durch das Einstechen von speziellen Akkupunkturnadeln in spezifische Punkte werden die körpereigenen Heilungskräfte aktiviert, wodurch die Gesundheit erhalten oder wiederhergestellt werden soll. Dadurch wird der Organismus gezielt dazu angeregt, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen. „Erst die Akupunktur hat mich dazu bewogen, Heilpraktikerin zu werden. Als mir die Schulmedizin bei meiner Gesichtslähmung nicht weiterhalf, probierte ich alternative Heilmethoden. Durch die Akupunktur haben sich meine Beschwerden nicht nur verbessert, auch andere Prozesse im Körper, wie die Trauerverarbeitung, wurden angeregt“, so Magarete Schmäcke, die seit März eine Praxis für chinesische Medizin in Burg betreibt.
Neben der Akupunktur gehört auch die Moxibustion zu den Behandlungsmethoden der chinesischen Medizin. Hierbei wird die Wolle aus den Blättern des Beifußes auf den Nadeln oder auf einer Unterlage, etwa eine Knoblauch- oder Ingwerscheibe, über Akupunkturpunkten verglüht, um die Energie im Körper zu stärken und zu bewegen oder um Wärme in den Körper zu bringen.
Weiterhin findet auch die Ernährungstherapie, die Massage (Tuina), die Heilgymnastik (Tai-Chi und Qigong) und die Verwendung von Arzneien pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft Anwendung. „Da die Europäer jedoch chinesische Kräuter nicht gewohnt sind, empfiehlt es sich, westliche Kräuter einzusetzen. Die Kräuter werden dann gemäß den Prinzipien der chinesischen Medizin klassifiziert und als Tee oder Tinktur verabreicht“, empfiehlt die Heilpraktikerin für chinesische Medizin. In ihrer Praxis können sich Interessierte kostenlos in den Sprechzeiten informieren.