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Blauschwarze Holzbiene ist Gartentier des Jahres 2022

Bauen & Leben | Von | 1. Juli 2022

Holzbiene


Gartentier des Jahres 2022 ist die Blauschwarze Holzbiene.
Foto: igreen/Jonathan Fieber

Region (MB). Deutschlands größte Wildbiene – die Blauschwarze Holzbiene – hat die Publikumswahl um den Titel Gartentier des Jahres gewonnen. Mit 33 Prozent aller Stimmen überflügelte der dicke Brummer fünf andere Kandidaten und verwies das sympathische Eichhörnchen auf Platz zwei.
Zwischen dem 21. März und 13. Juni konnte online für eine von sechs Tierarten abgestimmt werden. Mit der Aktion möchte die Heinz Sielmann Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen. Insgesamt 4.368 Naturinteressierte haben in diesem Jahr an der Abstimmung im Internet teilgenommen.
Die Blauschwarze Holzbiene ist die größte Wildbiene Deutschlands. Trotz ihrer Größe von fast 2,5 Zentimetern ist sie vollkommen harmlos. Friedlich erkundet sie neue Nahrungsquellen und mögliche Brutstätten. Sie ist tiefschwarz gefärbt, im Sonnenlicht schimmern Körper und Flügel bläulich. Holzbienen lieben große nektarreiche Blüten, an denen sie ihre Energiereserven auftanken können. Wicken, Blauregen, Gartengeißblatt und Muskatellersalbei sind sehr beliebt. Im Kräutergarten wird gern Rosmarin, der im zeitigen Frühling blüht, von ihnen angeflogen. Die Männchen suchen im Frühling vor allem nach paarungsbereiten Weibchen. Die Weibchen patrouillieren bald darauf auffällig an Hauswänden, Bäumen und anderen aufrechten Strukturen, denn sie brauchen einen passenden Nistplatz. Diesen finden sie in abgestorbenen sonnenbeschienenen Baumstämmen, die noch nicht zu morsch sind, manchmal aber auch in Zaunpfählen oder Holzbalken. In das Holz nagen sie dann in stundenlanger Arbeit fingerdicke, manchmal meterlange Gänge hinein.
In Deutschland war die Blauschwarze Holzbiene lange Zeit auf die warmen Flusstäler und ähnliche Tieflagen im Süden beschränkt. In den vergangenen Jahren hat die Art ihr Areal stark nach Norden ausgedehnt und wird inzwischen immer häufiger in Norddeutschland beobachtet. Außerhalb von Gärten besiedelt sie auch gern Streuobstwiesen, Waldränder oder sonnige Hänge. Durch das immer wärmer werdende Klima verändern sich die Lebensbedingungen für diese Art zu ihrem Vorteil. Andere Arten hingegen leiden zunehmend unter der Erwärmung des Klimas.

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