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Damit „Leichhardt“ in unseren Gärten blüht

17. Februar 2014 | Von | Kategorie: Bauen & Leben |

Damit „Leichhardt“ in unseren Gärten blüht

Schneeglöckchen setzen deutliche Frühlingszeichen in Lausitzer Vorgärten. Aber auch im Branitzer Park und in anderen schönen Anlagen sind die Frühlingsboten verwildert zu finden. Ihr bescheidener Auftritt lässt kaum ahnen, dass die volkstümlichen Zwiebelgewächse auch richtige Kostbarkeiten sein können. Für die seltensten der etwa 3 000 (!) Schneeglöckchenformen zahlen Liebhaber in England schon mal bis zu 700 Pfund – je Zwiebel | Foto: R. Fischer

Draußen lächeln die Schneeglöckchen, drinnen planen Gartenfreunde jetzt den neuen Sommer
Region. Frühlingsahnen. Aber gemach! Eine alte Gärtnerweisheit lautet: Das Wetter holt sich immer wieder ein. Den ke-cken Schneeglöckchen oder dottergelben Winterlingen macht es nichts aus, wenn sich nach diesem milden Wochenende nochmal eine lockere Schneedecke auf sie legt. Es ist erst ein Ahnen – noch nicht der Frühling selbst. Uns bleibt  Zeit, die Saison in der Stube zu denken.
Schneeglöckchen
Bleiben wir bei den Schneeglöckchen. In älteren Gärten füllen sie locker ganze Flächen, wirken verwildert. Für den guten Gärtner der Idealfall. Wir sollten jetzt, da sie blühen, überlegen, wo wir sie künftig gern hätten und dürfen sie ruhig behutsam ausgraben und blühend verpflanzen oder auch einige Zwiebelchen dem Nachbarn schenken. Das ist sicherer, als möglicherweise trockene Zwiebeln in der Tüte zu kaufen. In England, wo die Schneeglöckchen in schönsten Formen als Kostbarkeiten sogar auf Auktionen gehandelt werden, geschieht das mit blühenden Pflänzchen in Töpfen. Vielleicht schauen Sie einmal genau hin: Schneeglöckchen ist nicht gleich Schneeglöckchen. Züchter kennen etwa 3 000 Arten und Formen. Sogar solche, mit goldenen Rändern…
Taglilien
Ähnlich sortenreich kommen die Taglilien daher – allerdings in deutlich kräftigeren Farben und etwa 50 Zentimeter hoch in Horsten wachsend. Wer gern im Spreeauenpark stromert, hat längst bemerkt, dass Fachgärtner dort eine Versuchsfläche unterhalten. Ihr Ergebis: Die unermüdlichen Blüher eignen sich gut für unser Klima und leichte Böden. Fast alle Gärtnereien bieten Taglilien an. Gepflanzt werden die bei offenem Wetter schon im März. Aber Achtung: Sie brauchen Raum; eingeengt wirken sie gar nicht, im voller Fläche dagegen sehr gut.
Namhafte Dahlien
Ob Kaktus-, Ball- oder Zwergdahlie – sie sind Königinnen des Hochsommers. Ihre Pflanzzeit kommt erst Ende April, aber wir müssen jetzt ihren Standort kennen und uns für Sorten entscheiden. Diesbezüglich dürfen wir auf lokale Berühmtheiten setzen. Die sattrosa Kaktusdahlie „Elke Gräfin von Pückler“ oder die in ihrer Form ähnliche, dunkelrote „Hermann Fürst Pückler“ gehören ganz gewiss in Lausitzer Dahliengärten. Zu beziehen sind sie aus dem traditionsreichen Thüringer Zuchtbetrieb Paul Panzer.
Als absolute Neuheit tritt „Ludwig Leichhardt“ auf, eine samtrote Balldahlie, die Wilhelm Schwieters im westfälischen Dahliendorf Legden als „Sämling 547“ gezüchtet hat. Zum 200. Geburtstag unseres Australienforschers wurde sie in  Branitz getauft. Leichhardt hatte seinem Cottbuser Schwager und Maler August Schmalfuß eine Dahlie, die er in Paris sah, schwärmerisch beschrieben. Schmalfuß, der im seinem Cottbuser Gärtchen selbst Dahlien kultivierte, malte Leichhardts Lieblingsblume. Cottbuser Verehrer des Forschers haben sie nachzüchten lassen. Sie sollte nun unbedingt auch in Cottbuser Hausgärten blühen. Wilhelm Schwieters (Adresse unten) bedient schriftlich Bestellungen (Knolle ca. 4 Euro) gern. J.H.




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