
„Lege nie alle Eier in einen Korb“ – was sich wie ein kluger Tipp besorgter Hausfrauen anhört, ist in Wirklichkeit eine preisgekrönte Börsenweisheit.
Historisch belegt
Schon vor 2000 Jahren war es bei den Babyloniern üblich, sein Vermögen zu gleichen Teilen in Land, Geschäften und Liquidität zu halten. Diese „naive“ Streuung beschreibt bei der Portfoliobildung, die Aufteilung des Vermögens auf mehrere unterschiedliche Anlageobjekte mit dem Ziel, das Risiko zu verringern. Der Fachbegriff lautet Diversifikation.
Mathematik hilft
Die Wahrscheinlichkeit, einen hohen Verlust zu erzielen, ist in einem Portfolio mit vielen verschiedenen Wertpapieren geringer, als in einem Depot, welches aus nur einem oder wenigen Wertpapieren besteht. Mit steigender Anzahl von Wertpapieren fällt das Risiko des Portfolios und gleicht sich dem Marktrisiko an.
Harry M. Markowitz
… ging bereits in seiner 1952
erschienenden „Portfolio-Selection-Theorie“ (Wie optimiere ich mein Portfolio?) über die „naive“ Streuung auf verschiedene Anlageobjekte hinaus und beleuchtete zusätzlich die wechselseitigen Zusammenhänge (= Korrelation) zwischen verschiedenen Wertpapieren. Mit seiner Arbeit ist es seitdem möglich, risiko- und renditeoptimale Portfolios
zu erstellen.
In der Praxis
… ist die Portfoliobildung aktuell nicht so einfach. Seit der Immobilien- und Finanzkrise 2007/2008 beeinflussen politische Entscheidungen von Regierungen und Staatengemeinschaften sowie die Maßnahmen von Notenbanken die Kapitalmärkte und die konjunkturelle Entwicklung massiv. Selbst für Investmentprofis wird die Risikosteuerung zur Tortur – auch, weil Zinsanlagen keinen „sicheren Hafen“ mehr darstellen, da die Zinsen unterhalb der Inflationsrate liegen.
Individuelle Beratung wichtig
Bevor Sie Anlageentscheidungen treffen, holen Sie sich Rat von professionellen Investmentberatern. Es lohnt sich!







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