Sich frühzeitig auf den eigenen Tod vorzubereiten, lohnt sich.
Region (MB/lb). Unvermeidlich und unausweichlich. Manchmal geschieht es ohne jede Vorwarnung. Und wenn er kommt – der Tod – nimmt er mehr als nur ein geliebtes Familienmitglied oder einen guten Freund. Er reißt tiefe Klüfte in Familien und hinterlässt Wunden. Um von einem geliebten Menschen würdevoll Abschied nehmen zu können, bedarf es einer Beerdigung, die noch ein letztes Mal den Charakter des Verstorbenen wiederspiegelt; seine Wünsche; seine Träume und auch seinen Glauben.

lange fern zu bleiben, doch ist es vorteilhaft sich zu Lebzeiten mit dem eigenen Tod auseinander zusetzen. Das könnte bei dem ein oder anderen auch die Angst lindern | Foto: cga-Archiv
Doch genau hier treten oftmals Unstimmigkeiten unter den Hinterbliebenen auf. Jeder meint es besser zu wissen. Und wenn dann die Kosten für die Bestattung, Grabpflege und Friedhofsgebühr etc. ans Licht kommen, wird so mancher selber kreidebleich.
Um es seinen Angehörigen so einfach wie möglich zu machen und sicher zu gehen, dass man eine Bestattung nach den eigenen Vorstellungen erhält, ist es sinnvoll eine Vorsorgeversicherung beim Bestatter ihrer Wahl abzuschließen. Der Vorsorgevertrag regelt die Beerdigung schon zu Lebzeiten. Dieser beinhaltet meist auch die finanzielle Absicherung für die in der Zukunft anfallenden Kosten. Zudem kann man die gewünschte Bestattungsart festlegen, wie etwa eine Feuer- oder Seebestattung, der Sarg oder die Urne, und die Gestaltung der Trauerfeier und des Grabmals. Der Inhalt lässt sich jederzeit verändern und lässt keine Wünsche aus. Die Kunden erhalten dadurch auch einen finanziellen Überblick.
Ein Testament ist für die finanzielle Absicherung der Bestattungskosten nicht geeignet, da dieses oftmals erst nach der Beisetzung eröffnet wird. Im Zuge des Vertragsabschlusses werden die Bestattungskosten bereits an das Bestattungsunternehmen gezahlt. Bei der Vorsorge empfiehlt sich das Einrichten eines Treuhandkontos. Auf diese Weise ist der Kunde bei Insolvenz oder Tod des Bestatters vor dem Verlust des Geldes geschützt.
Für viele Menschen ist auch eine Sterbegeldversicherung eine gute Wahl, um im Ernstfall gut vorgesorgt zu haben. Das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen wurde 2003 komplett abgeschafft. Nur noch im Beamtenstatus gibt es das. Dadurch sollten Alternativen in Anspruch genommen werden wie etwa eine Sterbegeldversicherung, die Rentenversicherung, Unfallversicherungen sowie unter Umständen eine Sozialbestattung.
Bei der Sterbegeldversicherung werden monatlich Beiträge eingezahlt. Eine gewisse Zeit nach Versicherungsbeginn erhalten die Angehörigen beim Todesfall die volle Versicherungssumme. Die Sterbegeldversicherung sichert daher in der Regel weitaus schneller ab, als jahrelanges Geldsparen beim Bestatter. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, nicht jede Sterbegeldversicherung eignet sich für alle Lebensphasen. Am besten man informiert sich genauestens und lässt sich von einem Experten
beraten.
Auch wenn es schwer fallen
mag, es lohnt sich dennoch sich rechtzeitig über den eigenen Tod und darüber hinaus Gedanken zu
machen.
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